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Es geht erneut um Hochwasserschutz

Die Wählervereinigung „Wir für Pirna – Freie Wähler“ greift das Thema Flutschutz auf – und geht an einen geschundenen Ort.

© Dirk Zschiedrich

Von Thomas Möckel

Pirna. Die Stadt und ihre Ortsteile sind nur ungenügend vor einem möglichen neuen Hochwasser geschützt. Zu diesem Schluss kommt die Wählervereinigung „Wir für Pirna – Freie Wähler“, die die Problematik nun in ihrem zweiten Stadtgespräch am 7. März thematisieren will. Die Diskussionsrunde steht unter dem Thema „Nach der Flut ist vor der Flut“. Für die Debatte geht die Wählervereinigung an einen geschundenen Ort – nach Birkwitz-Pratzschwitz, wo schon mehrfach Fluten wüteten. Vor allem die Anwohner der Elbaue traf es jedes Mal heftig. Anlass für das Stadtgespräch-Thema ist laut Wählervereinigung, dass zwei – mit dem Frühjahrshochwasser 2006 sogar drei – verheerende Fluten in elf Jahren zeigen, dass die Naturgewalten allgegenwärtig sind. „Dazu kommt, dass Pirna und seine Ortsteile gleich von mehreren Seiten bedroht sind“, sagt Ralf Böhmer, Vorsitzender der Wählervereinigung.

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Denn führt die Elbe Hochwasser, stauen auch die Nebenflüsse gefährlich zurück. Böhmer und seine Mitstreiter sind der Ansicht, dass ein wirksamer Hochwasserschutz für Pirna grundsätzlich möglich ist. So ist nach Auskunft der Landestalsperrenverwaltung (LTV) in Pirna etwa eine Hunderte Meter lange Flutschutzwand mit verschließbaren Toren an den Bahndamm-Durchlässen geplant, ebenso ein Damm in Birkwitz-Pratzschwitz. Die Wählervereinigung bezweifelt jedoch, dass bislang schon alles Erforderliche getan worden sei, zumindest dauere alles sehr lange. So soll der Bau der Flutschutzwand nicht vor 2020 starten, für den Damm gibt es noch gar keine Terminkette. Bei dem Stadtgespräch soll zudem thematisiert werden, inwieweit staatlicher Schutz greift und Menschen privat vorsorgen müssen. Eingeladen in die Podiumsrunde sind Pirnas OB Klaus-Peter Hanke, LTV-Chefin Birgit Lange sowie Ortsvorsteher Dieter Fuchs. Birgit Hertzog, Abteilungsleiterin Umwelt im Landratsamt, ist ebenfalls angefragt worden.

Öffentliches Stadtgespräch von „WfP – FW“, 7. März, 19 Uhr, Gemeindezentrum Birkwitz-Pratzschwitz

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