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Es war einmal vor langer, langer Zeit…

Weihnachten steht wieder vor der Tür, aber es ist nicht mehr das, was es einmal war.

© Bildquelle: Free-Photos

Nicht mehr das, was es eigentlich sein sollte. Meldungen, dass der Einzelhandel ein Rekordjahr erwartet oder beim Glühweinkonsum neue Rekorde gebrochen werden, mögen zwar aus ökonomischer Sicht erfreulich sein, schießen aber am Ziel hinaus. Die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes zerstört den eigentlichen Geist des Weihnachtsfestes. Um Besinnlichkeit geht es meist nur noch an der Oberfläche. Hinter der Fassade wird aber munter weiter konsumiert, was das Zeug hält. Besinnlichkeit und Einkehr sind nur noch Wörter, die an etwas erinnern, dass es bald nicht mehr geben wird.

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Weihnachten und Kommerz - das passt nicht

Die Weihnachtszeit steht im direkten Kontrast zu unserer Konsumgesellschaft. Während die Adventszeit einst eine Zeit der Enthaltung, Einkehr und Besinnung war, ist sie heute eine Zeit maßlosen Konsums und Feierns geworden. Einige wenige Großkonzerne, die namentlich mal nicht erwähnt werden sollen, haben es geschafft auch die Weihnachtszeit zu einem Riesengeschäft zu machen. Der Einwand, das wäre schon immer so gewesen stimmt in Teilen, aber der Bedeutungswandel von Weihnachten hat erst in den letzten Jahrzehnten so wirklich stattgefunden. Straßeninterviews zeigen eindrucksvoll, wie wenig vom eigentlichen Weihnachten noch übrig geblieben ist.

Worum es bei diesem urchristlichen Fest eigentlich geht, ist heute vielen einfach nicht mehr bekannt. Erschreckend. Genauso erschreckend ist es, dass bereits ende September schon die ersten Lebkuchen in den Supermarktregalen stehen und es mit Weihnachtsdeko schon lange vor dem ersten Advent anfängt. Ist es dann erst einmal Weihnachten, haben sich die meisten schon satt gegessen und satt gesehen. Das Weihnachten, das in den alten Songs von Bing Crosby, Frank Sinatra, Dean Martin und Nat King Cole besungen wird, findet sich heute kaum noch. Das kann natürlich auch am fehlenden Schnee liegen. Den gab es aber statistisch in Deutschland eh nur selten zum Heiligen Abend. Mit dem Klima scheint sich aber auch das Weihnachten zu wandeln.

Stur dagegen

Dabei ist alles eine Kopfsache und eine Frage der Traditionsbewusstheit. In vereinzelten Haushalten wird man durchaus noch ein Weihnachtsfest finden, das Wert legt auf Besinnlichkeit, Ruhe und Festlichkeit. Es ist doch besonders in unserer Zeit so wichtig, die Zeit um Weihnachten zu nutzen, um sich auszuruhen und die Zeit in Besinnlichkeit mit der Familie zu verbringen. Laute Weihnachtsmärkte mit schrecklichen Songs und epileptischer Beleuchtung sind das krasse Gegenteil dieser fossilen Vorstellung eines Weihnachtsfestes. Wer nur will, schafft es aber dem aus dem Weg zu gehen. Je bewusster, desto besser.

Zurück zum Individualismus

Gekaufte Geschenke sind heute nichts mehr Besonderes. Individualgeschenke aber schon. Mit geeigneter Bearbeitungssoftware, wie man sie beispielsweise auf https://www.movavi.de/photo-editor/ finden kann, lassen sich schöne Fotocollagen erstellen, die man in ein Fotoalbum einfügen kann. Selbstgemachte Karten, Pralinen und Gestecke sind genauso schön, wie ein genähtes oder gestricktes Kleidungsstück. Es geht bei alledem um die Geste und nicht darum möglichst teuer und imposant zu beschenken. Aber auch das ist eine Einstellung, die man erst einmal haben muss. Wer nur auf materiellen Konsum aus ist, der wird sich über eine selbstgemachte Karte wohl kaum freuen können.

Man kann sich eigentlich gut an der Weihnachtsgeschichte orientieren. Das Jesuskind, das dort liegt in der Krippe, eingewickelt in Windeln, ohne Luxus und ohne Komfort. Sollten nicht auch wir uns ein Beispiel daran nehmen und uns etwas zurücknehmen? Wir sollten zur menschlichen Seite von Weihnachten zurückkehren, wo weniger noch mehr war und die besinnliche Stimmung noch den höchsten Stellenwert hatte.