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Es wird gruselig im Irrgarten

Am Sonnabend findet im Labyrinth in Kleinwelka die erste Geisternacht der Saison statt. Für zwei Mitarbeiterinnen ist das eine besondere Herausforderung.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Zu den Aufgaben von Maria Hermkes und Mandy Jarosch gehört es, die Gruselhexen möglichst wirkungsvoll zu platzieren. Irgendwo hinter den Hecken des Irrgartens Kleinwelka werden die schwatzhaften Gestalten den Besuchern der Geisternacht am Sonnabend dann auflauern. Leider sprechen die Hexen nur Englisch, aber Regina Frenzel, die Inhaberin des Irrgartens, konnte nichts Vergleichbares mit deutscher Sprache auftreiben.

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Die Hexen gehören zum ganz neuen „Personal“ der Geisternacht. Maria Hermkes und Mandy Jarosch dagegen mischen schon eine ganze Weile mit. Mandy Jarosch half das erste mal bei den Geisternächten 2004 und ist seitdem immer wieder mit von der Partie, unterbrochen nur von einem Jahr Babypause. Seit zwei Jahren ist sie nun im Irrgarten fest angestellt und „Mädchen für alles“. Meistens sitzt sie an der Kasse, aber die gelernte Köchin bereitet auch die Imbissgerichte zu und hält die Außenanlagen in Schuss.

Bei der Geisternacht hat sie einiges zu koordinieren. So muss sie dafür sorgen, dass die fünf Mädchen, die mit einem Bauchladen umhergehen, immer genug Ware haben. Aber auch ums Knüppelkuchenbacken und um die Einteilung der Spiele kümmert sie sich. Und bevor die Geisternächte überhaupt losgehen, kauft sie alle notwendigen Utensilien ein.

Bowlen mit ungewöhnlichen Namen

Maria Hermkes half 2010 erstmals bei den Geisternächten mit und ist seit 2012 im Irrgarten angestellt. Ihre Spezialität sind die Bowlen, die sie mixt und mit gruseligen Namen versieht. Dieses Mal dürfen die Gäste unter anderem Glubschaugen- oder auch Schlamm-Bowle schlürfen. Auch „Gift“-Spritzen, die garantiert ungefährlich sind, stellt Maria Hermkes her. Wie Regina Frenzel sagt, sind es rund 70 Personen, die hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf der Geisternächte sorgen. Es sei immer ein Kraftakt, genügend Leute zu finden. Ein zuverlässiger Helfer ist der Student Jonny Bernhardt, der sich als Allrounder überall dort nützlich macht, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Während sich für die erste Geisternacht am Sonnabend genügend menschliche „Geister“ angemeldet haben, werden für die Veranstaltungen am 30. September und am 7. Oktober noch Freiwillige gesucht, die Lust am Herumgeistern haben. Sie müssen allerdings mindestens 18 Jahre alt sein. – Leute mit schauspielerischem Talent werden auch von den Psycho-Paten noch vor Ort rekrutiert. Die sogenannten Live-Erschrecker aus München kommen immer wieder gerne zur Geisternacht und lassen sich jedes Mal etwas Neues einfallen. Diesmal wollen sie in dem im Rätsellabyrinth eingerichteten Psynatorium an dreizehn verschiedenen Stellen Ausschnitte aus Horrorfilmen zeigen. „Die sind so gruselig, da gehe ich selbst nicht rein“, sagt Regina Frenzel. Zugelassen ist das Psynatorium daher erst für Leute ab zwölf Jahren. Einen Hinweis hat Regina Frenzel noch: Karten für alle Geisternächte gibt es auch im Vorverkauf an der Irrgartenkasse. Dadurch könne man sich das eventuelle Schlangestehen am jeweiligen Abend ersparen.

Sonnabend, 18 Uhr, Irrgarten Kleinwelka, Einlass ab 17.30 Uhr. 19.30 Uhr Zauber-Show, 20.30 Uhr Auftritt des Artistenstudios Kellner, 21.30 Uhr Feuer-Show mit den „Angels in Motion“, 22.30 Uhr Feuerwerk.

Weitere Geisternächte finden am 30. September ab 18 Uhr und am 7. Oktober ab 17 Uhr statt.