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Bauen und Wohnen

Es wird langsam kalt draußen

Wie Sie am besten heizen.

© Free-Photos

Um die eigene Immobilie winterfest zu machen, braucht man die passende Heizung. Gleich ob Sie Umbaumaßnahmen vornehmen oder beim Neubau vorausplanend die Heizungsart auswählen wollen: Wir haben für Sie sechs Alternativen kurz vorgestellt.

1. Elektroheizung

Der Vorteil hierbei: Man braucht nur eine Steckdose und Strom, schon wird es in der Wohnung warm. Großer Nachteil: Die Energieeffizienz ist schlecht und die hohe Stromrechnung kommt bestimmt. Dennoch beispielsweise in selten genutzten Räumen, für den Schrebergarten oder alte Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz eine nützliche Ergänzung.

2. Gastherme

Der Kernnutzen von Gas ist, dass die Heizwärme exakt bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Insbesondere in wenig genutzten Räumen und Häusern ist dies Ideal - beispielsweise in der Hobbywerkstatt. Für Dauerwärme sind hingegen andere Heizarten kosteneffizienter. Der Trend zum Smart Home macht dabei auch vor der Gastherme nicht halt: So kann inzwischen per Smartphone schon auf dem Heimweg die Heizung hochgefahren werden, damit nach der Ankunft das eigene Haus wohlig warm ist.

3. Kamin

Ein Kamin ist nicht nur gemütlich und dekorativ, sondern strahlt über Stunden eine wohlig-angenehme Wärme aus. Nachdem die einmaligen Anschaffungskosten getätigt wurden, ist der Kamin eine sehr kostengünstige Heizmöglichkeit - insbesondere mit Braunkohlebriketts im Paket von Rekord.

4. Kachelofen

Das Heizen mit Holz im Kachelofen ist besonders dann eine günstige Alternative, wenn man selber Erfahrung damit hat, dieses im Wald zu schlagen und für den Privatverbrauch zu verarbeiten. Alternativ kann man günstig das Holz bis vor die Haustüre liefern lassen. Zudem kann ein Kachelofen das gesamte Haus mit Wärme versorgen - eine zusätzliche Zentralheizung kann somit meist auf Frostwächter (Innenraumtemperatur über 0°C halten) runtergeregelt werden. Nachteil: Ein Kachelofen benötigt viel Platz und lässt sich nachträglich oft nur schwer einbauen.

5. Zentralheizung mit Öltank

Der Vorteil liegt - neben der gleichmäßigen Wärmeabgabe, ganz nach den eigenen Wünschen eingestellt und bei neueren Installationen auch Smart Home-kompatibel - im teilweise günstigen Einkaufspreis des Heizöls. Wer zur richtigen Zeit zuschlägt, kann günstig den ganzen Winter heizen. Nachteil: Man ist sehr stark von den Ölpreisen abhängig, die starken saisonalen Schwankungen unterliegen. Das Preisniveau ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, wie das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) in seinem jüngsten Bericht im September 2019 festgestellt hat. Tendenz: weiter steigend.

6. Wärmepumpe

Wartungsarm und im Unterhalt günstig - das sind Wärmepumpen. Zusätzlich kann ohne Emission oder Abgase die Energieausweiseinstufung der eigenen Immobilie dadurch deutlich verbessert werden. Nachteilig ist, dass eine Wärmepumpe nicht an jedem Standort eingebaut werden kann bzw. genehmigt wird. Zusätzlich schlagen die trotz staatlicher Förderung hohen Anschaffungskosten zu buche.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur H. Buse.