merken
Deutschland & Welt

Europol schaltet gefährlichen Trojaner aus

Die Cyberware Emotet gehörte zu den gefährlichsten Instrumente für Cyber-Attacken. Die Polizei hat das System nun unter ihre Kontrolle gebracht.

Cyber-Kriminelle nutzten Emotet um sich Zugang zu Computer-Systemen zu verschaffen.
Cyber-Kriminelle nutzten Emotet um sich Zugang zu Computer-Systemen zu verschaffen. ©  Pixabay (Symbolfoto)

Den Haag. Internationale Ermittler haben nach Angaben von Europol eines der weltweit gefährlichsten Cyberware-Netzwerke ausgeschaltet. Die Infrastruktur des vor allem vom organisierten Verbrechen genutzten Systems Emotet sei unter Kontrolle, teilte Europol am Mittwoch in Den Haag mit. An dem mehr als zwei Jahre dauernden Einsatz unter deutscher und niederländischer Leitung waren Ermittler aus acht Ländern beteiligt. Mit Hinweis auf andauernde Ermittlungen äußerte sich Europol nicht zu möglichen Festnahmen.

Emotet war eines der „gefährlichsten Instrumente für Cyber-Attacken“ der letzten Jahre, sagte eine Sprecherin von Europol. Zuerst war es 2014 als sogenannter Trojaner aufgetaucht. „Die Emotet-Infrastruktur funktionierte im Kern wie ein erster Türöffner in Computer-Systeme auf weltweiter Ebene“, so die Behörde. „Das System konnte auf einzigartige Weise ganze Netzwerke infizieren nur durch den Zugang zu ein paar wenigen Apparaten.“

Autohaus Dresden
Eines der besten Autohäuser in Deutschland
Eines der besten Autohäuser in Deutschland

Dresden braucht starke und innovative Unternehmen, wie das Autohaus Dresden. Der Opelhändler ist seit über 25 Jahren tief mit der Region verwurzelt.

Zugang über gefälschte Dokumente

Über ein Word-Dokument, häufig getarnt als harmlos wirkender Anhang einer E-Mail oder auch als Link, wurde in das System eingebrochen, wie Europol schilderte. Sobald der illegale Zugang gelungen war, wurde dieser an Cyber-Kriminelle verkauft. Diese konnten wiederum eigene Trojaner einschleusen, um etwa an Bank-Daten zu gelangen, erbeutete Daten weiterzuverkaufen oder aber Lösegeld für blockierte Daten zu erpressen.

Weiterführende Artikel

Cyber-Attacke auf Super-Computer der TU Dresden

Cyber-Attacke auf Super-Computer der TU Dresden

Kriminelle haben mehrere europäische Hochleistungsrechner gehackt. Jetzt fahnden Forensiker nach den Tätern. Die Forschung gerät ins Stocken.

Cyberkriminelle erpressen immer mehr

Cyberkriminelle erpressen immer mehr

Kriminelle Hacker suchen sich ihre Opfer immer gezielter aus. Und die Corona-Epidemie vergrößert die möglichen Einfallstore, sagen die Fachleute .

„Kennst du Cybersex?“

„Kennst du Cybersex?“

Wer versucht, Minderjährige online sexuell zu missbrauchen, macht sich künftig strafbar. Das Beispiel eines Oberlausitzers zeigt, wie sicher Täter sich fühlen.

Die Malware war etwa versteckt in gefälschten Rechnungen, Lieferankündigungen oder angeblichen Informationen über Covid-19. Wenn der Nutzer aber auf den angegeben Link klickte oder den Anhang öffnete, installierte sich die Malware selbst und verbreitete sich rasend schnell. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt