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Deutschland & Welt

HC Strache dürfte an 5%-Hürde scheitern

Wien wählt einen neuen Landtag. Es sollte das Comeback von Rechtsaußen Heinz-Christian Strache werden. Doch stattdessen feiert die SPÖ.

Heinz-Christian Strache ist mit einer eigenen Liste zur Wien-Wahl angetreten, kommt nach ersten Hochrechnungen aber nur auf vier Prozent.
Heinz-Christian Strache ist mit einer eigenen Liste zur Wien-Wahl angetreten, kommt nach ersten Hochrechnungen aber nur auf vier Prozent. © Helmut Fohringer/APA/dpa

Wien. Bei der wichtigsten Wahl dieses Jahres in Österreich haben die Sozialdemokraten in der Hauptstadt Wien laut ORF-Hochrechnungen deutlich gesiegt. Die rechte FPÖ erlebte dagegen ein historisches Debakel. Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig kommt in ihrer Hochburg demnach auf 42 Prozent der Stimmen - das ist ein Plus von 2,4 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren. 

Die Rechtspopulisten büßten den Angaben zufolge im Vergleich zum Rekordergebnis von 2015 mehr als zwei Drittel ihrer Wähler ein und kamen auf nur noch 7,7 Prozent (minus 23,1 Prozentpunkte). Ein Grund dafür ist die Zersplitterung des rechten Lagers. Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trat mit einer eigenen Liste an und dürfte mit 3,6 Prozent an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

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SPÖ, ÖVP und Grüne gewinnen

Die Grünen steuern mit 14,1 Prozent (plus 2,3 Prozentpunkte) in die Nähe ihres Rekordergebnisses. Die konservative ÖVP feierte große Zugewinne - nach einem schlechten Abschneiden vor fünf Jahren. Sie kletterte um 9,5 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent. "Wir sind von Platz vier auf Platz zwei vorgerückt und haben den größten Zugewinn in der Geschichte der ÖVP erreicht", sagte Spitzenkandidat und Finanzminister Gernot Blümel. ÖVP-Chef und Bundeskanzler Sebastian Kurz wies darauf hin, dass es die achte erfolgreiche Landtagswahl für die ÖVP in Folge sei.

Bei der wichtigsten Wahl dieses Jahres in Österreich haben die Sozialdemokraten in der Hauptstadt Wien laut ORF-Hochrechnungen deutlich gesiegt. Die rechte FPÖ erlebte dagegen ein historisches Debakel. Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig kommt in ihrer Hochburg demnach auf 42 Prozent der Stimmen - das ist ein Plus von 2,4 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren. Die Rechtspopulisten büßten den Angaben zufolge im Vergleich zum Rekordergebnis von 2015 mehr als zwei Drittel ihrer Wähler ein und kamen auf nur noch 7,7 Prozent (minus 23,1 Prozentpunkte). Ein Grund dafür ist die Zersplitterung des rechten Lagers. Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trat mit einer eigenen Liste an und dürfte mit 3,6 Prozent an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

Ende Straches politischer Karriere?

Die Grünen steuern mit 14,1 Prozent (plus 2,3 Prozentpunkte) in die Nähe ihres Rekordergebnisses. Die konservative ÖVP feierte große Zugewinne - nach einem schlechten Abschneiden vor fünf Jahren. Sie kletterte um 9,5 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent. "Wir sind von Platz vier auf Platz zwei vorgerückt und haben den größten Zugewinn in der Geschichte der ÖVP erreicht", sagte Spitzenkandidat und Finanzminister Gernot Blümel. ÖVP-Chef und Bundeskanzler Sebastian Kurz wies darauf hin, dass es die achte erfolgreiche Landtagswahl für die ÖVP in Folge sei.

Das "Ibiza-Tape" stürzte den damaligen FPÖ-Parteichef.
Das "Ibiza-Tape" stürzte den damaligen FPÖ-Parteichef. © Screenshot Sächsische.de

Für Strache war die Landtagswahl in Wien eine erste Nagelprobe für sein politisches Comeback. Ursprünglich hatte er ein zweistelliges Ergebnis in seiner Heimatstadt angestrebt. «Wenn wir den Einzug nicht schaffen sollten, könnte das das Ende von Straches politischer Karriere sein», sagte ein Mitglied seines Teams der Zeitung "Kurier". "Es gibt keinen Plan B", sagte Karl Baron vom Team HC Strache im ORF.

Verhältnis zur FPÖ ist zerstört

Die FPÖ und Strache hatten sich nach der Ibiza- und der Spesen-Affäre des Ex-FPÖ-Chefs entzweit. Strache hatte in einem Zusammenschnitt des Ibiza-Videos offen für Korruption gewirkt, nach der Veröffentlichung im Mai 2019 trat er als Vizekanzler und Parteichef zurück. Ein paar Monate später wurde ihm vorgeworfen, Parteigelder für private Zwecke genutzt zu haben. Strache bestreitet das. Das Verhältnis zur FPÖ ist durch die Skandale dennoch zerstört.

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Bis zum amtlichen Endergebnis kann es noch bis Dienstag dauern. Die mehr als 380.000 Wahlkarten werden erst am Montag ausgezählt. Die Hochrechnungen berücksichtigen allerdings bereits das voraussichtliche Abstimmungsverhalten der Briefwähler. Zur Wahl waren mehr als 1,1 Millionen Bürger aufgerufen. Viele in der Stadt lebende Ausländer haben kein Wahlrecht auf Landesebene. Aufgrund der Corona-Krise wurden umfassende Sicherheitsvorkehrungen in den Wahllokalen getroffen.

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