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Mehr als 3.000 Tote 2021 auf Flucht von Afrika nach Europa

Die Zahl der Toten und Vermissten auf den Fluchtrouten von Afrika hat sich in einem Jahre verdoppelt. Das UN-Flüchtlingshilfswerk geht von noch höheren aus.

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Ein Holzboot mit 28 Flüchtlingen aus Afrika und dem Maghreb wird von der Nichtregierungsorganisation Open Arms vor der libyschen Küste im Mittelmeer gerettet. Hunderte überlebten die Überfahrt nicht.
Ein Holzboot mit 28 Flüchtlingen aus Afrika und dem Maghreb wird von der Nichtregierungsorganisation Open Arms vor der libyschen Küste im Mittelmeer gerettet. Hunderte überlebten die Überfahrt nicht. © Andoni Lubaki/AP/dpa

Genf. Mehr als 3.000 Flüchtlinge und andere Migranten sind im vergangenen Jahr auf den Seerouten in Richtung Europa ums Leben gekommen. 1.924 Tote oder Vermisste wurden auf den Routen von Nordafrika über das Mittelmeer gemeldet, 1.153 zwischen der westafrikanischen Küste und den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtete. Das waren insgesamt doppelt so viele Tote und Vermisste wie im Jahr davor, sagte eine UNHCR-Sprecherin am Freitag in Genf. In diesem Jahr seien bislang 478 Menschen auf den Fluchtrouten umgekommen.

Unzählige Menschen dürften bereits auf der Flucht aus ihren Ländern Richtung Mittelmeer- und Atlantikküste umgekommen sein, sagte die Sprecherin. Dort seien sie Risiken der Ausbeutung, Misshandlung, Versklavung und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Politische Instabilität und Konflikte in den Heimatländern der Menschen, immer schwierigere Lebensbedingungen und die Folgen des Klimawandels könnten zu mehr Vertreibungen und Migration führen, berichtete das UNHCR.

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Die Organisation will die Flüchtlinge und andere Migranten entlang der Fluchtrouten vor Ausbeutung und Menschenschmugglern schützen. Sie bittet Regierungen für Programme in 25 Ländern um Spenden um Umfang von 163,5 Millionen Dollar (rund 155 Millionen Euro). (dpa)

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