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Politik

Politikerin aus Sachsen leitet EU-Ausschuss

Im EU-Parlament engagiert sich Anna Cavazzini für Verbraucherschutz. Jetzt übernimmt die Grüne den Binnenmarktausschuss.

Seit einem Jahr ist Anna Cavazzini Mitglied des EU-Parlaments in Brüssel. Dort übernimmt sie nun die Leitung des des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.
Seit einem Jahr ist Anna Cavazzini Mitglied des EU-Parlaments in Brüssel. Dort übernimmt sie nun die Leitung des des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. © Olivier Matthys/AP/dpa

Brüssel. Die sächsische Abgeordnete Anna Cavazzini ist Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des Europäischen Parlaments. Die Grünenpolitikerin wurde am Montag „mit großer Mehrheit“ von Ausschuss per Akklamation gewählt, wie der sächsische Parteiverband mitteilte.

Cavazzini löst Petra De Sutter ab, die in die belgische Regierung wechselt. Die Abgeordnete sieht den europäischen Binnenmarkt als „Angelpunkt für die grüne und digitale Transformation und die Umsetzung des Grünen Deals“.

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Cavazzini wurde in Hessen geboren und studierte in Chemnitz. Die heute 37-Jährige war im Landesvorstand der grünen Jugend in Sachsen aktiv. Seit 2019 ist sie Europaabgeordnete und betreibt außer in Brüssel und Straßburg Büros in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Cavazzini arbeitete für die grüne Europaabgeordnete Ska Keller.

Zudem war sie Referentin im Auswärtigen Amt und bei den Vereinten Nationen. "Als Vorsitzende ist es mir wichtig, in Zukunft die Zivilgesellschaft noch stärker einzubinden und den Ausschuss zu einem Ort lebhafter öffentlicher Diskussionen zu machen“, betonte Cavazzini.

Unlängst veröffentlichte die Parlamentarierin eine von ihr in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage, die Unterschiede bei der Haltung zu Fragen der EU zwischen West- und Ostdeutschen zutage förderte. So wünschen sich zwei Drittel der Ostdeutschen Volksabstimmungen auf EU-Ebene. Im Westen befürwortet etwas mehr als die Hälfte dieses Instrument. Etwa eben so viele Westdeutsche sind für neue Russlandsanktionen. Fast zwei Drittel der Ostdeutschen lehnen sie ab. (SZ/ale)

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