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Schüsse der Polizei bei Bauern-Protest in Niederlanden

Auf Bauern, die mit Treckern eine Autobahnauffahrt blockieren, haben Polizisten geschossen. Sie sollen sich bedroht gefühlt haben. Verletzt wurde neimand.

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Bauern blockieren den Eingang zum Vertriebszentrum eines Supermarkts in Nijkerk. Nahe Heerenveen fielen beim Bauernprotest Schüsse.
Bauern blockieren den Eingang zum Vertriebszentrum eines Supermarkts in Nijkerk. Nahe Heerenveen fielen beim Bauernprotest Schüsse. © Robin Van Lonkhuijsen/ANP/dpa

Heerenveen. Die niederländische Polizei hat bei Protesten von Bauern nach eigenen Angaben Warnschüsse abgegeben und auch gezielt geschossen. Die Polizei sprach am Mittwoch im Radio von einer äußerst bedrohlichen Situation für die Beamten. Niemand sei verletzt worden. Drei Personen seien festgenommen worden.

Der Vorfall ereignete sich am späten Dienstagabend auf einer Autobahnauffahrt bei Heerenveen im Norden des Landes. Bauern hatten die Straße mit Treckern blockiert. Als sie auf die Polizisten und deren Autos zusteuerten, hätten die Beamten zur Schusswaffe gegriffen und mindestens einen Traktor getroffen, teilte die Polizei mit. Die Landwirte bestritten die Darstellung der Polizei. Die Polizei sei nicht bedroht worden. Die Kriminalpolizei untersucht den Vorfall.

Seit mehr als zwei Wochen protestieren Bauern gegen geplante Umweltauflagen. Der Stickstoff-Ausstoß soll so drastisch reduziert werden, dass nach Einschätzung der Regierung etwa 30 Prozent der Viehbauern ihren Betrieb aufgeben müssen.

Landwirte blockieren bereits seit Tagen Großlager von Supermärkten und Straßen mit Treckern. Auch am Mittwoch wurden die Proteste fortgesetzt unter anderem bei einem Großlager und beim regionalen Flughafen von Groningen. (dpa)

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