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Politik

Schweiz gegen Einwanderungs-Begrenzung

Die rechtskonservative SVP wollte die Personenfreizügigkeit mit der EU kippen. Die Schweizer Bürger lehnten das mehrheitlich ab.

Die Schweiz stimmt über ihre Beziehungen zur EU ab.
Die Schweiz stimmt über ihre Beziehungen zur EU ab. © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Die Schweizer haben eine Begrenzung des Zuzugs von EU- und anderen Ausländern bei einer Volksabstimmung abgelehnt. Nach ersten Trends stimmten 63 Prozent gegen die Vorlage der rechtskonservativen SVP, wie der Sender SRF am Sonntag berichtete. Die Fehlermarge lag noch bei drei Prozent, aber damit war eine Annahme nicht mehr möglich. 

Die SVP hatte argumentiert, zu viele Menschen minderten den Wohlstand aller, und es sei zu teuer für die Sozialwerke. Seit 1990 stieg die Bevölkerungszahl in der Schweiz um rund ein Viertel auf 8,6 Millionen.

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Sie hat dies mit einem markanten Wahlplakat illustriert: Es zeigt den dicken Hintern einer Person mit Kleidung in EU-Farben, der auf der Schweiz sitzt, die unter der Last schon Risse bekommt.

Auch über Wölfe wurde abgestimmt

Nach jüngsten Umfragen waren aber rund 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer gegen diese Vorlage.

Für die Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs zeichnete sich eine deutliche Zustimmung ab. Nach ersten Trends knapp angenommen wurden Vorlagen zum Jagdgesetz und zur Beschaffung von Kampfjets. Die Regierung will den Abschuss von Wölfen erleichtern. Dazu hatten Kritiker per Unterschriftensammlung eine Abstimmung erzwungen. (dpa)

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