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25 Jahre Unabhängigkeit

Bei der Dresdner Jubiläumstagung des Touristikdienstleisters TSS-Group mit über 800 Gästen geht es auch um ein internationales Jugendprojekt.

© Robert Michael

Von Michael Rothe

Wer für das kommende Wochenende ein Hotelzimmer in Dresdens City sucht, hat es nicht leicht. Denn die Touristikbranche gibt sich dort am Freitag und Samstag ein Stelldichein und beansprucht selbst zahlreiche Quartiere. Der Dienstleister TSS Group mit Sitz in der Landeshauptstadt und rund 3 600 angeschlossenen Reisebüros in ganz Europa hat zur Jahrestagung geladen – auch eine Geburtstagsfeier.

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Vor 25 Jahren gründete Manuel Molina die TSS-Touristik Service System GmbH, Keimzelle der größten veranstalterunabhängigen Reisebürokooperation auf dem Kontinent. Sie bietet zum Beispiel ausländischen Büros die Möglichkeit, deutsche Veranstalter zu buchen, Leistungen, Techniklösungen und Website-Angebote zu nutzen. Zu den Gästen zählen auch Vertreter aller großen deutschen Reiseveranstalter, Reisebüroinhaber, internationale Tourismuspartner sowie Wirtschafts- und Tourismusminister mehrerer Länder.

„Wir erwarten gut 800 Teilnehmer“, sagt TSS-Chef Molina. „Wir werden auch die touristische Gesamtlage betrachten, die der Gruppe 2017 in Deutschland einen Mitgliederanstieg auf 2 357 und ein Umsatzplus von fast zehn Prozent beschert hat“, so der Spanier, der seit 1992 in Dresden lebt. Seine Einkaufsgenossenschaft erwirbt jährlich Leistungen für drei Milliarden Euro und bekommt dafür Sonderkonditionen. Auch für 2018 seien die Prognosen grundsätzlich positiv, sagt der 52-Jährige. Allerdings stehe die gesamte Branche mit der Umsetzung bürokratischer Vorgaben vor großen Herausforderungen. Dazu zählten neben der EU-Datenschutzgrundverordnung auch neue Richtlinien für Versicherungsvermittler und Pauschalreisen.

Der Luftverkehrskaufmann Molina sieht das Internet nicht als Bedrohung für die Branche, sondern als Chance und Vertriebskanal. Auch in Sachen Völkerverständigung. Der Unternehmer hat vier Schulen in Deutschland, Spanien und der Türkei mit je 30 Tablets, 20 Laptops, fünf PCs, Monitoren, einer Riesenleinwand mit Beamer ausgestattet. So können sich die Einrichtungen via Videokonferenz austauschen.

Grenzen überwinden, multikulturell denken und handeln, lernen mit multimedialen Mitteln, derer sich Jugendliche in aller Welt gleichermaßen bedienen – das ist das Ziel des Netzwerks jener Bibliotheken. Das Projekt spricht sich herum und stößt weltweit auf Interesse. Der Mäzen kennt Anfragen etwa aus New York, Berlin, Ceske Budejovice (Budweis) und St. Petersburg.

Im Rahmen der TSS-Tagung wird die inhaltliche Weiterentwicklung dieses Themas als mobiles digitales Klassenzimmer vorgestellt. Wissenschaftlich unterstützt wird das Ganze von der Universität Málaga, im Hinblick auf Sicherheitsaspekte – insbesondere Cyberkriminalität – durch das Polizeipräsidium Sachsen und schulisch durch das Dresdner Gymnasium Bürgerwiese.