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Ex-Bürgermeister und der Rote Turm

Burkhard Müller erhielt für das Statistische Landesamt zwei Werke von Maler Dietmar Wappler.

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© Stadt Kamenz

Kamenz/Großenhain. Zwischen dem historischen Zentrum der Lessingstadt Kamenz und dem Verwaltungsareal an der Macherstraße werden seit Januar nun auch künstlerische Brücken geschlagen: Aus ihrem Kunstbestand im Depot übergaben die Städtischen Sammlungen Kamenz dem Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen zwei großformatige Arbeiten des sächsischen Malers und Zeichners Dr. Dietmar Wappler (1938 bis 2010). Angeregt wurden die Leihgaben von „Roter Turm in Kamenz“ und „Marienkirche in Kamenz“ (beide 2010) durch Burkhard Müller, der kürzlich das Amt des Präsidenten des Statistischen Landesamtes übernahm. Er suchte Kunstwerke, die nicht nur sein neues Büro schmücken und die Verbundenheit mit Kamenz zum Ausdruck bringen, sondern vor allem einen Bogen zwischen der Stadt und einer der wichtigsten Behörden des Freistaates spannen sollten. Roland Dantz, Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, schlug dann gemeinsam mit Dr. Sören Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sakralmuseums St. Annen, die zwei beeindruckenden, auf Folie gemalten Bilder vor.

Auf Folie gemalt

Beide Werke, bei denen es sich um Schenkungen der Familie Wappler handelt, widmen sich in eindrücklicher Weise Motiven aus Kamenz: Zeigt das eine Werk die Marienkirche, stellte der Maler in dem anderen Bild den Roten Turm auf den Kopf – auch als eine Hommage an den weltbekannten Sohn der Stadt, Georg Baselitz. Ungewöhnlich an den Werken sind sowohl die Dimensionen von mehr als 3 Metern Höhe als auch das Material. Die Bilder sind auf Folie gemalt, so dass eine transparente Optik entsteht. Dort verzieren die Werke nun das Büro des Präsidenten. Damit fungieren die Bilder von Dr. Dietmar Wappler, die vorerst für drei Jahre als Leihgaben an die Behörde abgegeben wurden, nicht nur als Wandschmuck, sondern auch als Medien, die zum Nachdenken über Kamenz und seine Traditionen anregen. (krü)