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Dynamo

Ex-Dynamo Leistner muss Köln verlassen

Der Dresdner wollte beim Bundesligisten bleiben. Doch der hat ein Überangebot an Abwehrspielern - und Leistner aus privaten Gründen nun Zeitdruck.

Zurück in London. Toni Leistner wird, das sagt er selbst, erst mal wieder bei Queens Park Rangers trainieren, betont aber: "Stand jetzt".
Zurück in London. Toni Leistner wird, das sagt er selbst, erst mal wieder bei Queens Park Rangers trainieren, betont aber: "Stand jetzt". © SZ/Meyer

Dresden/Köln. Es gibt schlechtere Orte als London, wirklich glücklich ist Toni Leistner über seine Rückkehr in die englische Hauptstadt aber nicht. Eigentlich wollte der gebürtige Dresdner, der bis 2014 bei Dynamo spielte, gern beim 1. FC Köln bleiben. 

Der Bundesligist hatte ihn in der Winterpause vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers ausgeliehen, sich mit dem 29-jährigen Abwehrspieler auch bereits generell auf eine Weiterbeschäftigung verständigt, nun aber ein Überangebot an Innenverteidigern festgestellt. "Wir wollen mit maximal vier Innenverteidigern arbeiten und nicht mit fünf, sechs oder sieben", erklärte Kölns Sportchef Horst Heldt in der Bild-Zeitung und sagte: "Wir konnten keine verbindliche Zusage machen und haben Toni daher mitgeteilt, dass es sinnvoll ist, jetzt andere Optionen zu prüfen."

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Der Dresdner will den Traum Bundesliga weiterleben

Leistner, der in der Rückrunde 13 Spiele bestritt und sich damit seinen Traum Bundesliga erfüllte, hatte öffentlich auf einen Verbleib in Köln gehofft. Vor allem aber drängte er auf eine schnelle Entscheidung, weil Ehefrau Josefin das zweite Kind erwartet. "Die Kugel ist schon recht groß. Mitte September ist es so weit. Deshalb will ich meine Zukunft zeitnah geklärt sehen. Damit wir auch planen können, in welchem Krankenhaus die Entbindung stattfindet", betonte Leistner.

Nun geht es erst einmal zurück nach London. Mit einem dauerhaften Verbleib rechnet Leistner, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft, aber nicht. "Stand jetzt trainiere ich ab dem 12. August wieder bei Queens Park. Meine Zukunft sehe ich dort eher nicht", hatte er schon vergangene Woche erklärt. Und auch ein anderer englischer Zweitligist kommt offenbar nicht wirklich infrage, Leistner will am liebsten weiter in der Bundesliga spielen. Trotz der 13 Einsätze für Köln habe er "auch Nachholbedarf, weil nur drei dieser Spiele mit Fans stattfinden konnten. Ich will die Bundesliga noch mal in vollen Zügen genießen." 

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In der Winterpause kam auch kurzzeitig das Gerücht auf, Leistner könne zu Dynamo zurückkehren, was der damalige Sportchef Ralf Minge indirekt bestätigte - dann aber als nicht machbar zurückwies. Mit dem Abstieg der Dresdner aus der 2. Bundesliga ist dieses Gedankenspiel nun sowieso hinfällig. (SZ)

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