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Ex-Fondsmanager erschießt Banker

Vaduz. Ein führender Liechtensteiner Banker ist gestern erschossen worden. Der mutmaßliche Mörder, ein ehemaliger Fondsmanager, sei nach der Bluttat geflohen. Laut Polizei wurde der 48-jährige Chef einer...

Vaduz. Ein führender Liechtensteiner Banker ist gestern erschossen worden. Der mutmaßliche Mörder, ein ehemaliger Fondsmanager, sei nach der Bluttat geflohen. Laut Polizei wurde der 48-jährige Chef einer Privatbank kurz nach sieben Uhr in der Tiefgarage des Geldhauses im Ort Balzers unweit von Vaduz erschossen. Das Auto des mutmaßlichen Täters sei später in der Nähe des Rheindamms gefunden worden. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass der Mann sich in den Rhein gestürzt hat. Es sei ein Abschiedsbrief aufgetaucht, in dem der Ex-Fondsmanager dies angekündigt habe, teilte die Polizei mit. Später kamen Zweifel auf, denn die Website des mutmaßlichen Mörders wurde aktualisiert. „Es könnte sein, dass er nicht tot, sondern weiter flüchtig ist“, hieß es bei der Polizei. Der mutmaßliche Täter hatte sich zuvor im Internet als „Rächer“ stilisiert. Der Bank warf er vor, seine Investitionen in Millionenhöhe vernichtet zu haben. Der Mann galt im Fürstentum als eine schillernde Persönlichkeit. Der frühere Erfinder führte als „Robin Hood von Liechtenstein“ verbale und juristische Kämpfe gegen Banker und Politiker, die er für seinen Ruin als Fondsmanager verantwortlich macht. (dpa)

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