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Sachsen spart 750 Millionen Euro

© dpa

Der Notverkauf der Landesbank kommt Sachsen nicht so teuer zu stehen, wie einst befürchtet.

Dresden/Stuttgart. Der Notverkauf der Landesbank kommt Sachsen nicht so teuer zu stehen, wie einst befürchtet. Der Freistaat kann dabei jetzt mit einer finanziellen Entlastung von mindestens 750 Millionen Euro rechnen. Nach Informationen der Sächsischen Zeitung könnte diese künftig sogar noch deutlich höher ausfallen.

Grund ist der geglückte Verkauf von Wertpapieren der ehemaligen Landesbank Sachsen, den die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) inzwischen nahezu vollständig vollzogen hat. „Dank der sehr konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen konnte diese Transaktion, von der beide Seiten profitieren, nun erfolgreich abgeschlossen werden“, gab der Vorstandsvorsitzende der LBBW, Rainer Neske, am Dienstag in Stuttgart bekannt. Er sprach in dem Zusammenhang von einem günstigen Marktumfeld.

Das ursprünglich 17,3 Milliarden Euro große Portfolio war noch vor dem Verkauf der Sachsen LB 2008 an die Landesbank Baden-Württemberg in der Zweckgesellschaft Sealink Funding ausgelagert worden. Gleichzeitig hatte Sachsen eine Bürgschaft von 2,75 Milliarden Euro zur Absicherung von Zahlungsausfällen innerhalb des Portfolios übernommen und die entsprechenden Finanzmittel in einem Notfonds vorgehalten. Nach dem Verkauf der meisten Sealink-Papiere reduzieren sich für den Freistaat die bisher regelmäßig geleisteten Ausfallzahlungen. Die beliefen sich bis Ende September auf 1,55 Milliarden Euro. Alle am Ende unverbrauchten Mittel aus dem Garantiefonds fließen nach dessen Auflösung zurück in den Landeshaushalt. (SZ/gs)