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Ex-Nazi-Boot im Lausitzer Seenland

Das einzige erhaltene Beiboot des Kreuzfahrtschiffes „Wilhelm Gustloff“-Beiboot ist restauriert und soll bald auf dem Geierswalder zu Wasser gelassen werden.

© dpa

Hoyerswerda. Ein Tenderboot des 1945 versenkten Kreuzfahrtschiffes „Wilhelm Gustloff“ soll künftig im Lausitzer Seenland auf Tour gehen. Nach zwei Jahren sei die Restaurierung der zum Segelschulschiff umgebauten „Seabreeze I“ abgeschlossen worden, teilte der für das Projekt zuständige Förderverein am Dienstag in Hoyerswerda mit.

Geplant sei, das knapp zwölf Meter lange Boot noch im August auf dem Geierswalder See ins Wasser zu lassen. Es solle „als mahnender Zeitzeuge in friedlicher Mission“ unterwegs sein.

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Die 1938 in Dienst gestellte „Gustloff“ war anfangs als Kreuzfahrtschiff für die nationalsozialistische Organisation „Kraft durch Freude“ und später als Lazarettschiff im Einsatz. Als es im Januar 1945 von einem sowjetischen U-Boot versenkt wurde, kamen mehr als 9.000 Menschen um. Die „Seabreeze“ sei das einzige erhalten gebliebene Beiboot des Schiffes, das vor der Küste Pommerns unterging, hieß es.

Das jetzige Betreiber-Konsortium habe die historische Jacht nach eigenen Angaben 2012 gesichert. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei sie mehrfach umgebaut worden, etwa zum Fischkutter. Auf dem restaurierten Traditionsschiff mit zwei Masten haben nun bis zu 15 Menschen Platz.

Das Nachrichtenportal „die hoyerswerdsche“ bietet zum Thema einen ausführlichen Beitrag mit Informationen zu den Betreibern und Bildern vom Boot. (dpa)