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Deutschland & Welt

Ex-Papst will nicht mehr Co-Autor sein

Benedikt will nicht mehr Mitautor eines umstrittenen Buches zum Streitthema Zölibat sein. Das Werk gilt als Affront gegen Papst Franziskus.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI hat seine Co-Autorenschaft bei einem Buch zum Priesterzölibat abgelehnt.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI hat seine Co-Autorenschaft bei einem Buch zum Priesterzölibat abgelehnt. © Daniel Karmann/dpa

Rom. Der emeritierte Papst Benedikt hat sich von einem umstrittenen Buch zum Streitthema Zölibat distanziert und will nicht mehr dessen Co-Autor sein. Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein erklärte, dass der Verlag auf Wunsch Benedikts dessen Unterschrift entfernen und sein Bild nicht auf dem Einband drucken solle, zitierten italienische Nachrichtenagenturen den deutschen Kurienerzbischof am Dienstag. 

Der 92-jährige Benedikt habe weder einer Co-Herausgeberschaft zugestimmt noch den Einband vorab gesehen. "Es hat sich um ein Missverständnis gehandelt." Den im Buch gedruckten Text zum Thema Priesterzölibat habe er verfasst, ihm sei aber nicht die Aufmachung klar gewesen.

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Im Namen Benedikts und des konservativen Kardinals Robert Sarah sollte diesen Mittwoch das französische Buch "Des profondeurs de nos c?urs" (übersetzt: "Aus den Tiefen unserer Herzen") erscheinen. Darin warnen die beiden vor einer Aufweichung des Zölibats. Sarah hatte sich gegen "außerordentlich schwere Verleumdungen" gewehrt, dass er Benedikt manipuliert habe. Er veröffentlichte einen Briefwechsel mit dem deutschen Ex-Pontifex. Später erklärte er, es solle nun nur noch auf dem Titel stehen: "Mit einem Beitrag von Benedikt XVI."

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Das Buch wurde als Affront des ehemaligen Papstes gegenüber seinem Nachfolger Franziskus gewertet. Denn dieser will in Kürze ein sogenanntes postsynodales Schreiben veröffentlichen, in dem es auch um die Ehelosigkeit von Priestern gehen soll. Dass sich der Ex-Pontifex noch vor dem amtierenden Katholiken-Oberhaupt zu so einem heiklen Thema äußert, werteten Theologen und Kirchenexperten als Grenzüberschreitung. Denn Benedikt hatte nach seinem Rücktritt im Februar vor sieben Jahren Zurückhaltung und ein stilles Leben im Gebet gelobt. (dpa)

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