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Döbeln

Experten beraten zum Homeschooling

Nach einer Studie setzt das Lernen zu Hause viele Familien unter Druck. Tipps, wie es ohne Stress geht, gibt es an der DAK-Hotline.

Symbolfoto: Kinder und Jugendliche müssen Schulaufgaben zu Hause machen. Teilweise am Küchen- oder Wohnzimmertisch.
Symbolfoto: Kinder und Jugendliche müssen Schulaufgaben zu Hause machen. Teilweise am Küchen- oder Wohnzimmertisch. © Archiv/Dirk Westphal

Region Döbeln. Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie und Lernen zu Hause setzen Familien auch in der Region Döbeln verstärkt unter Druck. Das zeigt eine aktuelle DAK-Studie zum Thema Homeschooling. 

Deshalb bietet die DAK-Gesundheit Döbeln am 19. Juni eine Telefon-Hotline für Eltern. Zwischen 8 und 20 Uhr beantworten Ärzte und Psychologen persönliche Fragen und helfen, den Hintergrund von Stress und Streit während des Homeschoolings besser zu verstehen. Das spezielle Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800/1111841 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.

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Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

„Die Schulen in Döbeln werden jetzt schrittweise geöffnet, sind aber noch weit entfernt vom Normalbetrieb. Wir gehen deshalb bei den Familien weiterhin von einer sehr hohen Belastung aus“, sagt Christian Baier von der DAK-Gesundheit Döbeln. Die Krankenkasse hat gerade eine Forsa-Befragung „Homeschooling in Corona-Zeiten“ veröffentlicht. Demnach fühlt sich in der Zeit der Schulschließungen fast jedes zweite Elternteil oft oder sehr oft gestresst, viele leiden unter Schmerzen. 

Mütter leiden häufiger noch als Väter unter regelmäßigen Bauch-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Auch von Traurigkeit sind sie stärker betroffen als ihre Partner. In jeder vierten Familie gibt es während der Schulschließungen häufig Streit. Für die DAK-Studie wurden im Mai 1.005 Erwachsene und jeweils ein zugehöriges Kind zwischen zehn und 17 Jahren befragt.

Laut DAK-Studie ist es vor allem für jüngere Schulkinder emotional schwierig, ausschließlich zu Hause zu lernen. Ihnen fehlen besonders der Kontakt und Austausch mit Gleichaltrigen, Freundinnen und Freunden. 

Mehr als ein Drittel der Zehn- bis Zwölfjährigen verbindet mit den Schulschließungen fast täglichen Stress und mehr als ein Viertel ein Gefühl tiefer Traurigkeit. Sie berichten zudem besonders häufig von Streit. „Je jünger die Kinder, desto häufiger kommt es im Lockdown zu Konflikten in der Familie, erklärt Baier.

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