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Experten erneut auf Spurensuche am MH17-Absturzort in der Ostukraine

Trotz der nach wie vor brüchigen Waffenruhe gehen internationale Experten wieder an die Absturzstelle. Von zwei Ofern fehlt noch immer jede Spur.

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© dpa

Kiew. Neun Monate nach dem Absturz des malaysischen Passagierjets des Fluges MH17 in der Ostukraine haben internationale Experten den Unglücksort erneut nach weiteren Trümmern und Leichenteilen durchsucht. Von 2 der insgesamt 298 Toten seien bisher keine sterblichen Überreste gefunden worden, sagte einer der etwa 30 Vertreter der malaysischen und der niederländischen Behörden am Donnerstag unweit der Siedlung Hrabowe.

„Wir nehmen alle Teile des Flugzeugs und alle menschlichen Überreste, die wir finden, mit und überführen sie in die Niederlande“, sagte der Experte Michael Marshall nach Angaben der Agentur Interfax. Auch Bodenproben würden mitgenommen. Die Boeing 777 war im Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur vermutlich abgeschossen worden. Die Hintergründe sind umstritten. In der Region kämpfen prorussische Separatisten gegen ukrainische Regierungseinheiten.

Die vereinbarte Waffenruhe der Konfliktparteien ist unterdessen weiter brüchig. Die prowestliche Führung in Kiew sprach von einem Dutzend Verstößen im Unruhegebiet Donbass. Medien in der Separatistenhochburg Donezk berichteten über Geschützlärm. Gefechte soll es auch nahe der Ortschaft Schyrokyne am Asowschen Meer geben. (dpa)