merken

Hoyerswerda

Experten-Tipp für die Mond-Beobachtung

Die partielle Finsternis wird heute Abend in Blickrichtung Südosten zu sehen sein, sofern Wolken dem keinen Strich durch die Rechnung  machen. 

Sobald sich der Mond  heute Abend am Horizont zeigt und Wolken nicht die Sicht  verdecken,  wird  er sich bereits teilweise im  Erdschatten befinden.
Sobald sich der Mond heute Abend am Horizont zeigt und Wolken nicht die Sicht verdecken, wird er sich bereits teilweise im Erdschatten befinden. © Foto: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Fast ein Jahr nach der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts kann in Mitteleuropa heute wieder eine Mondfinsternis bewundert werden. Darauf macht Peter Lindner, der Vorsitzende des Astronomischen Vereins Hoyerswerda, aufmerksam. 

Allerdings verläuft die Mondfinsternis nicht durch den Kernschatten, sodass es nur zu einer teilweisen Bedeckung des Mondes kommt. „Dennoch sollte man sich das Naturschauspiel nicht entgehen lassen. Wenn der Mond am Horizont aufgeht, wird er bereits am oberen Rand in den Erdschatten eingetreten sein“, erläutert Peter Lindner. 

Sächsische.de zum Hören!

Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

„Bis zu seiner größten Bedeckungsphase mit etwa 66 Prozent dauert es jedoch noch bis 23.30 Uhr. Reizvoll ist hier das Beobachten mit einem Fernglas“, so seine Empfehlung. Nach weiteren 90 Minuten gegen 1 Uhr wird der Erdtrabant den Kernschatten wieder verlassen. „Leider steht der Mond zur Beobachtungszeit nicht allzu hoch am Himmel, was jedoch nicht nachteilig ist, denn das ermöglicht reizvolle Fotomotive mit der Landschaft. Wichtig ist ein freier Blick Richtung Südosten.“

Übrigens, so die Anmerkung von Peter Lindner, passend zur partiellen Mondfinsternis gibt es am heutigen Dienstag noch ein historisches Ereignis. Vor 50 Jahren, am 16. Juli 1969, startete „Apollo 11“ zur legendären Mond-Mission. (pm/rgr)