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Deutschland & Welt

Explosion zerstört Wiener Wohnhaus

Mitten in der österreichischen Hauptstadt kam es am Mittwoch zu einer heftigen Detonation. Dabei wird ein Mann lebensgefährlich verletzt.

© Wolfgang Wagner/APA/dpa

Wien. Bei einer Explosion mitten in Wien sind zwei Mehrfamilienhäuser über mehrere Stockwerke zum Teil eingestürzt. Dabei wurde ein 35-Jähriger lebensgefährlich verletzt, wie die Wiener Berufsrettung der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Mittwochabend mitteilte. Der Mann erlitt demnach unter anderem Knochenbrüche und schwere innere Verletzungen. Der 35-Jährige sei während der Explosion in seiner Wohnung im stärker betroffenen Gebäude an der Ecke von Preßgasse und Schäffergasse gewesen. Die Rettungskräfte vermuten derweil vor Ort weitere verschüttete Personen unter den Trümmern.

Die Explosion ereignete sich in der Preßgasse unweit der Wiener Innenstadt, nur wenige Minuten zu Fuß von der bekannten Karlskirche entfernt. "Im Bereich #Pressgasse/Schäffergasse hat sich kurz nach 16:30 Uhr eine Explosion (vermutl. Gasexplosion) ereignet", twitterte die Polizei Wien am späten Nachmittag. "Mehrere Stockwerke von bis zu zwei Mehrparteienhäuser sind zum Teil eingestürzt."

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Bei Twitter kursierte eine Videoaufnahme, die viel Schutt auf der Straße und ein riesiges Loch in der Fassade eines Gebäudes zeigte. Auf Bildern war zu sehen, dass große Betonplatten auf die Autos in der Straße gefallen waren, über allem lag eine dicke Schicht heller Staub und Dreck.

Vor allem eines der verschütteten Autos trat im Laufe der Bergungsarbeiten in den Fokus: Hier vermuten die Einsatzkräfte einen oder zwei Menschen unter den Trümmern. Suchhunde hätten dort "etwas aufgespürt", auch Kratzgeräusche seien registriert worden, sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, der APA.

Mit Stand 20.45 Uhr gehen die Rettungskräfte zunächst von zwei Schwerverletzten aus, anfangs war noch von vier die Rede. Neben dem 35-Jährigen in Lebensgefahr wurde ein 54-Jähriger schwer verletzt. Er wurde von Glassplittern getroffen und erlitt Schnittverletzungen. Insgesamt hat sich die Zahl der Verletzten am Abend laut APA auf 14 erhöht.

Bei der Explosion beschädigt wurden auch einige Nachbarhäuser, an vielen Gebäuden sind Scheiben zu Bruch gegangen. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt und die umliegenden Gebäude wurden evakuiert. Bei der Suche in den beiden von der Explosion betroffenen Häusern kamen auch Rettungshunde und eine sogenannte Schallortungsgruppe mit Spezialgerät zum Einsatz. Am Abend wurde dann auch schweres technisches Gerät wie etwa ein Traktor mit Schaufel für die Suche und die Bergungsarbeiten verwendet. (dpa)

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