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Kamenz

Explosionsopfer in Lebensgefahr

Die Schadensbeseitigung am Gebäude in Bernsdorf beginnt. Und die Vermisste ist wieder da.

© dpa

Bernsdorf. Der 46-jährige Mann, der am Dienstag bei der Explosion in der Dachgeschoss-Wohnung in der Otto-Buchwitz-Straße schwerste Verbrennungen erlitten hatte, schwebt immer noch in akuter Lebensgefahr. Das ist der aktuelle Kenntnisstand von Evelyn Hahn, der Geschäftsführerin der Bernsdorfer Wohnungsgesellschaft (BWG), der das betroffene Gebäude gehört. Wie weiter von ihr zu erfahren war, haben die Brandursachenermittler gestern ihre Arbeit vor Ort abgeschlossen und das Gebäude wieder freigegeben.

Über das Ergebnis der Ermittlungen wurde die BWG-Chefin allerdings noch nicht informiert. Gestern gleich nach der Freigabe des Hauses haben die Gerüstbauer ihre Arbeit aufgenommen. Am Montag soll bereits mit der Errichtung eines neuen Daches begonnen werden. Die vom Löschwasser völlig durchnässten Wohnungen bleiben aber bis auf Weiteres unbewohnbar, sagt sie.

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Bei aller Tragik der Ereignisse gibt es auch etwas sehr Erfreuliches zu vermelden. Die schwarz-weiße Hauskatze, die seit der Explosion vermisst wurde (SZ berichtete), ist unversehrt und in Sicherheit. Noch am Abend des Unglückstages hatte sich die BWG-Geschäftsführerin in Begleitung der Polizei und mit Taschenlampen ausgestattet im beschädigten Gebäude umgesehen. In einer Wohnung im Erdgeschoss, die eigentlich nicht das Zuhause der Katze war, wurde diese schließlich völlig verängstigt hinter einer Schrankwand entdeckt.

Da die Besitzerin der Katze vorläufig im Zollhaus im Betreuten Wohnen untergebracht ist, wurde die Mieze in der Tierpension Schreiber in Hoyerswerda untergebracht. „Dort ist sie bestens aufgehoben, hat sie auch ein Zimmer bekommen“, sagt Evelyn Hahn. Für die Kosten der Unterbringung komme die Besitzerin selbst auf. Und sobald die Seniorin wieder in einer eigenen Wohnung lebt, wird sie auch ihre Katze wieder zu sich nehmen, heißt es jetzt ausdrücklich. (rgr)