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Exportverbot hier, große Geschäfte da

Die neue Gasleitung Eugal soll noch in diesem Jahr die Elbe queren. Ein Kommentar von Udo Lemke.

Udo Lemke. © Claudia Hübschmann

Will man große Infrastruktur-Projekte wie Autobahnen und andere Straßen, wie Energietrasse oder eben Erdgasleitungen bauen, dann darf das nicht am einzelnen Haus- oder Landbesitzer scheitern. Allerdings zeigt die Eugal einmal mehr, wie wenig Kommunen zu sagen haben, wenn die große Politik entschieden hat. Die beiden möglichen Alternativrouten der Eugal, die das Klipphausener Gewerbegebiet nicht beeinträchtigt hätten, wurden nicht in Betracht gezogen. Weil sie länger und damit teurer für den Baukonzern geworden wären. Also hat die Gemeinde das Nachsehen.

Generell bleibt die Frage im Raum, ob und wie sinnvoll die Eugal überhaupt ist, wenn schon ihrer „Mutter“-Leitung, der Nord Stream 2, abgesprochen wird, zur Sicherung der Erdgasversorgung in Deutschland und Europa nötig und wirtschaftlich rentabel zu sein. „Unsere Firmen dürfen nicht nach Russland exportieren, aber hier werden im großen Stil Geschäfte gemacht“, hatte ein Klipphausener Gemeinderat sein Unbehagen auf den Punkt gebracht.

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Von Gerechtigkeit kann man da nicht sprechen, und auch in anderer Hinsicht nicht: Die Kosten der Eugal müssen von Verbrauchern in Deutschland mitgetragen werden. 

E-Mail an Udo Lemke.

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