merken

Geld und Recht

Fachkräftemangel? 

Der Fachkräftemangel dürfte inzwischen jedem in Deutschland ein Begriff sein. 

© voltamax / pixabay.com

Es gelingt nicht immer Stellen zu besetzen, welche eigentlich für gut bezahlte Fachkräfte gedacht sind. Doch wie ist mit dieser Entwicklung umzugehen und vor allem wie kann gegengesteuert werden?

Nach Studien sind in Deutschland etwa 400 Berufe vom sogenannten Fachkräftemangel betroffen. Dies betrifft unter anderem interessanterweise Berufe, bei denen ein Geschlecht besonders vertreten ist. Gleiches gilt aber auch für Berufe, in denen Spezialisten und Experten gesucht werden. Gerade für Stellen, bei denen ein akademischer Abschluss benötigt wird, werden oftmals keine Bewerber gefunden, welche den Voraussetzungen der Stelle entsprechen. 

Gerade technische Berufe sind besonders vom Fachkräftemangel betroffen. Sie haben große Probleme die Stellen nachzubesetzen, weil es keine geeigneten Bewerber gibt, welche in diesem Bereich arbeiten könnten.

An dieser Stelle kommt schnell die Frage auf, wie man dem Fachkräftemangel entgegensteuern kann. Die Antwort darauf ist oft: Fachkräfte aus dem Ausland zu werben. In unseren Nachbarländern gibt es viele Fachkräfte, welche bei Bedarf auf solchen Stellen eingesetzt werden können. Doch viele Arbeitgeber schrecken vor dieser Möglichkeit noch zurück. Ist diese Haltung wirklich gerechtfertigt oder sollte man sich als Unternehmen auch im Ausland auf die Suche nach Fachkräften machen? 

Ausländische Fachkräfte könnten das Problem lösen

Zuallererst ist es wichtig, dass die deutsche Gesellschaft langsam verinnerlicht, dass sie ein Problem mit fehlenden Fachkräften haben und somit ausländische Fachkräfte keine Arbeit "wegnehmen" können. Viele freie Stellen, die eigentlich dringend besetzt werden müssten, bleiben bis dato unbesetzt, weil keine Fachkräfte gefunden wurden. Eine gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben ist daher sehr wichtig. 

Da fehlende Fachkräfte zu Problemen führen, müssen auch ausländische Arbeitnehmer in Betracht gezogen werden. Ausländische Fachkräfte finden zu können, scheint dabei nur auf den ersten Blick schwer zu sein. Es gibt inzwischen immer mehr Netzwerke, Schnittstellen und Portale, wo ein einfacher Austausch mit ausländischen Fachkräften möglich ist und sehr gute Chancen auf gute Fachkräfte geboten sind. 

Doch aus welchen Ländern sollte man Fachkräfte bevorzugen? Während Schweiz und Österreich natürlich kein Problem sind, diese Länder aber grundsätzlich ebenfalls vor einem Mangel an Fachkräften stehen, kommen auch Länder wie Polen, Slowakei und Tschechien in Betracht. Während hier viele zögern, wird schnell vergessen, dass auch tschechische Fachkräfte viele Vorteile mit sich bringen können. 

Was für Vorteile haben tschechische Fachkräfte?

Deutsche Arbeitgeber können besonders von Fachkräften profitieren, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Bezahlung in Deutschland wesentlich besser ist und es sich für tschechische Fachkräfte daher auf jeden Fall lohnt, nach Deutschland zu kommen.

Auch insgesamt sind die gesetzlichen Arbeitsbedingungen in Deutschland besser, während die tschechischen Fachkräfte den Deutschen in nichts nachstehen, Forschungs- und Kenntnisstand lassen sich sehr gut vergleichen. Zudem haben viele Menschen in Tschechien schon in der Schule Deutsch gelernt, sodass es hier in Deutschland keine großen Verständnisprobleme geben wird. 

Dazu ist zu sagen, dass Tschechien zwar selbst Probleme mit Fachkräften bekommt, die Entlohnung in Deutschland aber wesentlich besser ist und die Chancen für einen Aufstieg hier auch größer sind. 

Viele tschechische Fachkräfte bringen außerdem neue Erfahrungen und Wissen mit, wovon die Unternehmen letztlich auch profitieren können. Auch viele junge Leute, die gerade mit ihrem Studium fertig sind, sind aber durchaus bereit nach Deutschland zu kommen, um auch hier die Wirtschaft weiter voranzutreiben du neue Entwicklungen zu machen. 

Ein großer Bonus ist, dass tschechische Fachkräfte zumeist problemlos in unser Land kommen können und dann hier direkt starten können. Selbst auszubilden ist ein weiterer wichtiger Weg, dauert aber einfach zu lange, wenn direkt Bedarf vorhanden ist. Hier sind die tschechischen Arbeiter sehr gut geeignet, gerade weil sie im Gegensatz zu Österreich und Co. ein niedrigeres Lohnniveau haben, aber trotzdem sehr gute Fachkräfte sind. Auf diesem Markt sollte man als Unternehmen daher unbedingt aktiv sein. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur K. Bernau.