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Meißen

Fadenscheinige Argumente

Ein Kommentar von Udo Lemke über die Zukunft der alten Gewichtheberhalle.

Udo Lemke
Udo Lemke © Claudia Hübschmann

Was mit der alten Gewichtheberhalle passiert, ist ein Trauerspiel –- aber eines, das einem die Zornesröte ins Gesicht treibt. Da steht eine Sporthalle in der Stadt leer, die dringend gebraucht wird, weil Kinder und Jugendliche bei Wind und Wetter im Freien trainieren müssen, weil sie keine eigene Halle haben – und dann hat die Stadtverwaltung nichts Besseres vor, als die Zweckentfremdung dieser Sporthalle: Als Lager für den Bauhof, weil dort eine Halle gerade nicht nutzbar ist! 

Die Argumente von Oberbürgermeister Olaf Raschke sind allesamt fadenscheinig: Dass alternative städtische Objekte geprüft und nichts Geeignetes gefunden worden sei. Dass private Hallen zu teuer und derzeit nicht am Markt seien. Und dass es Vorbehalte gegen das Nutzungskonzept des MSV 08 gebe. 

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Statt mit den Betroffenen nach Lösungen zu suchen, um die alte Gewichtheberhalle als Sporthalle weiter nutzen zu können – und zwar jetzt und nicht irgendwann in ein, zwei Jahren – wird von oben herab entschieden. Fazit: Wenn der OB wirklich wollte, würde er zusammen mit den Sportlern, mit seiner Verwaltung, mit Sponsoren, Eltern und interessierten Bürgern dafür die Lösung finden.

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