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Fächergruppe Ingenieurwissenschaften

Architektur und LandschaftsarchitekturBeide universitären Studiengänge unterliegen einer örtlichen Zulassungsbeschränkung. 85 Prozent der Studierenden befinden sich in der Regelstudienzeit von zehn Semestern.

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Architektur und LandschaftsarchitekturBeide universitären Studiengänge unterliegen einer örtlichen Zulassungsbeschränkung. 85 Prozent der Studierenden befinden sich in der Regelstudienzeit von zehn Semestern. Im Jahr 2004 betrug die Studiendauer im Durchschnitt zwischen elf und zwölf Fachsemestern bis zur erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung. Die durchschnittlichen Abschlussnoten in beiden Fächern haben sich im Vergleich zu den Vorjahren verbessert und liegen jetzt bei 1,9 bzw. 2,1. Der Anteil ausländischer Studenten stieg in den letzten Jahren und befindet sich nun auf Bundesniveau. Die Zahl der Studierenden hatte bis zum Jahr 2003, in dem die letzte Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zu Ingenieurwissenschaften erfolgte, nach studentischer Einschätzung nicht die Lehrqualität und Studienbedingungen beeinträchtigt.

Die Diplomstudiengänge Architektur an den Fachhochschulen sind ebenfalls zulassungsbeschränkt. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden wurde anstelle des Diplomstudienganges ab dem Wintersemester 2005/06 ein konsekutiver Bachelor-/Masterstudiengang eingeführt. Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig ist der größte Fachhochschulstandort. Während an der Westsächsischen Hochschule (WHS) Zwickau die Anzahl der Studenten in der Regelstudienzeit in den letzten Jahren konstant bei rund 95 Prozent lag, schwankte sie an der Hochschule (HS) Zittau/Görlitz und liegt jetzt bei zwei Dritteln. Die Studenten der HTW Dresden beurteilen viele der betrachteten Aspekte der Studienqualität überdurchschnittlich. Dort ist auch die Studiendauer am kürzesten.

BauingenieurwesenDie Nachfrage nach diesem Studiengang an der TU Dresden war in den letzten Jahren relativ niedrig, die Studienanfängerzahlen sind aber wieder im Steigen begriffen. Dies kann unter anderem auch durch das Auslaufen des Studiengangs an der Uni Leipzig bedingt sein. Nur jeder dritte Studienanfänger schließt sein Studium innerhalb von sechs Jahren ab. Dies ist deutlich weniger als bundesweit. Trotz hoher Schwundquote werden Studienbedingungen, Lehrqualität und Bibliothekssituation von den (verbleibenden) Studenten überdurchschnittlich bewertet.An den Fachhochschulen in Leipzig, Dresden und Zittau/Görlitz kann im Diplomstudiengang oder Masterstudiengang studiert werden, an der HTWK Leipzig zusätzlich im Bachelor-Studiengang. Damit das Lehrangebot in Leipzig der steigenden Nachfrage standhalten kann, musste ab dem Wintersemester 2005/06 eine Zulassungsbeschränkung eingeführt werden. Über 80 Prozent der Studierenden studieren in der Regelstudienzeit von acht Semestern. In Zittau/ Görlitz sind es sogar alle Studenten.

ElektrotechnikIn Dresden studieren neun von zehn Studenten innerhalb der Regelstudienzeit von zehn Semestern. Hingegen sind es in Chemnitz mit rund acht von zehn Studierenden etwas weniger. Die mittlere Fachstudiendauer bewegt sich zwischen elf und zwölf Semestern. Die Absolventenquote beträgt knapp 60 Prozent an der TU Chemnitz und etwa 50 Prozent an der TU Dresden, was etwa dem Bundesschnitt entspricht. Studienbedingungen, Lehrqualität und Bibliothekssituation werden an der TU Chemnitz und der TU Dresden von den Studenten überdurchschnittlich bewertet. Im Chemnitzer Studiengang werden die Studienbedingungen dabei noch besser als in Dresden eingeschätzt, womöglich auch aufgrund der niedrigeren Studentenzahlen. An den Fachhochschulen in Dresden und Leipzig kann außer dem Diplomstudiengang im konsekutiven Bachelor-/Masterstudiengang studiert werden. An der HTWK Leipzig studieren mit Abstand die meisten. Die Fachhochschulstudenten studieren zwischen acht und zehn Semestern und erreichen durchschnittlich gute Abschlussnoten. Etwa jeder zweite Studienanfänger schafft innerhalb von fünf Jahren sein Studium. An den Fachhochschulen sind die Anteile ausländischer Studierender deutlich niedriger als im Bundesschnitt. Die Studenten beurteilen die Studienbedingungen an den meisten Fachhochschulen überdurchschnittlich. Lediglich an der HTWK Leipzig wird die Bibliothekssituation unterdurchschnittlich eingeschätzt.

Kommunikations- und MedientechnikDie Informations- und Kommunikationstechnik an der TU Chemnitz hat derzeit nur eine geringe Nachfrage – trotz positiv herausragender studentischer Bewertungen. Lediglich die Studiendauer ist etwas länger als im Bundesschnitt. Die Fachhochschulstudiengänge Kommunikationstechnik bzw. Informationstechnik werden in Dresden bzw. Leipzig und Zwickau angeboten und sind örtlich zulassungsbeschränkt. Für Leipzig und Zwickau liegen bisher keine Studienergebnisse vor. An der Fachhochschule der Telekom in Leipzig werden Nachrichtentechnik und Telekommunikationsinformatik angeboten. Die Absolventenquoten liegen deutlich über dem Bundesschnitt. Die Studienbedingungen werden überdurchschnittlich positiv bewertet. Seit dem Wintersemester 2004/05 wurde in der Medientechnik an der Hochschule Mittweida der Diplomstudiengang durch einen Bachelor-Studiengang ersetzt. Dieser Studiengang erfreut sich einer ziemlich großen Nachfrage, obwohl die Studienbewertungen nur durchschnittlich sind. Die Regelstudienzeiteinhaltung des Diplomstudiengangs liegt bei 63 Prozent, die Fachstudiendauer mit elf Semestern deutlich über dem FH-Schnitt. Die Absolventenquote ist mit über vier Fünfteln sehr hoch.

MaschinenbauDie Nachfrage des Studiengangs an den Technischen Universitäten hat sich seit dem Studienjahr 1999/2000 fast verdoppelt. Dennoch studieren etwa 85 Prozent der Studierenden innerhalb der Regelstudienzeit. Der Freiberger Studiengang weist mit über zwei Dritteln die höchste Absolventenquote aus. An der TU Dresden ist sie in den letzten Jahren gefallen. Sie beträgt jetzt nur 39 Prozent. Die Urteile der Freiberger Studenten sind bei allen hier betrachteten studentischen Einschätzungen herausragend positiv. An der TU Dresden und der TU Chemnitz wird die Bibliothekssituation überdurchschnittlich gut eingeschätzt.

Die vorhandenen Studienplätze an den Fachhochschulen sind stark nachgefragt. Insgesamt studieren rund 1 600 Studenten an den Standorten Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau. Im Studiengang der Hochschule Mittweida schlossen fast alle Studenten ihr Studium innerhalb von fünf Jahren ab. Bei den Fachhochschulen liegt nur die HTWK Leipzig bei den studentischen Bewertungen außerhalb des Bereichs durchschnittlicher Werte: Die Lehrqualität wird überdurchschnittlich gut, die Bibliothekssituation allerdings unterdurchschnittlich beurteilt.VerkehrswissenschaftDie Nachfrage des Studiengangs Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Der Anteil der Studierenden in der Regelstudienzeit liegt aktuell bei 89 Prozent. Der Abschlussnotendurchschnitt hat sich im Laufe der letzten Studienjahre verbessert und beträgt nun 2,1.An der Westsächsischen Hochschule Zwickau hat sich der Anteil der Studierenden in der Regelstudienzeit auf 86 Prozent verbessert. Von zehn Absolventen erreichten sechs ihren Studienabschluss innerhalb von fünf Jahren.

Bergbau, Geodäsie und KartographieIn den Studiengängen Geotechnik und Bergbau sowie Markscheidewesen und Geodäsie nahm in den letzten drei Jahren die Anzahl der Studienanfänger kontinuierlich zu. Der Anteil der Studierenden des Studienganges Geotechnik und Bergbau in der Regelstudienzeit ist auf drei Viertel gestiegen. Die studentischen Bewertungen des Studiums sind durchweg überdurchschnittlich positiv. Jeweils rund 400 Studierende studieren an der TU Dresden und an der HTW Dresden Geodäsie und Kartographie. Die Studienanfängerzahlen der universitären Studiengänge sind in den letzten Jahren angestiegen und erreichten im Jahr 2005 einen Höchststand. Am Ende des Prüfungsjahres 2004 lag die durchschnittliche Fachstudiendauer im Studiengang Kartographie bei 15 Semestern, in der Geodäsie bei zwölf Semestern. Demgegenüber studieren jetzt über drei Viertel der Kartographie- und Geodäsiestudenten in der Regelstudienzeit. Die Fachhochschulstudiengänge Kartographie und Vermessungswesen sind zulassungsbeschränkt, die Studienplätze werden gut angenommen. Ausländische Studierende findet man hingegen kaum.

UmwelttechnikAn der TU Bergakademie Freiberg studieren aktuell 116 Studierende im Diplomstudiengang Umwelt-Engineering. Am Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau gibt es 40 Studierende des Hauptstudiums im Diplomstudiengang Umwelttechnik. An den Fachhochschulen in Mittweida, Zwickau und Zittau/ Görlitz werden die Diplomstudiengänge Umwelttechnik/Biotechnologie, Versorgungs- und Umwelttechnik sowie Energie- und Umwelttechnik angeboten. Der Ausländeranteil liegt beim IHI Zittau deutlich und an der Bergakademie Freiberg geringfügig über dem Bundesdurchschnitt. An der Bergakademie liegen die studentischen Einschätzungen zu Studienbedingungen und Lehrqualität deutlich über dem Bundesschnitt. Im Mittweidaer Fachhochschulstudiengang stehen doppelt so viele Studienplätze wie an den beiden anderen Fachhochschulstandorten zur Verfügung.

Landespflege
Im „grünen Fachbereich“ der HTW Dresden sind aktuell 540 Studenten in den Diplomstudiengängen Agrarwirtschaft, Gartenbau und Landespflege eingeschrieben. Die Studiengänge werden sehr gut angenommen. Trotzdem befinden sich vier Fünftel der Studenten in der Regelstudienzeit. Die Absolventenquoten liegen bei 60 bis 90 Prozent.