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„Fahrlehrer haben genug zu tun“

Peter Samuel vom Verein Verkehrswacht Dresden, über Gefahren und Konkurrenz.

© privat

Herr Samuel, kann der Verkehrsübungsplatz das Training im echten Straßenverkehr wirklich ersetzen?

Nein, definitiv nicht. Hier geht es doch darum, sich mit dem Auto vertraut zu machen. Wo ist die Kupplung? Wo ist die Bremse? Wo das Gaspedal? Im öffentlichen Verkehr darf das privat nicht geübt werden. Damit leisten wir also einen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

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Aber bringen Sie durch das Angebot nicht die Fahrlehrer gegen sich auf?

Ganz im Gegenteil, viele schicken ihre Leute sogar zu uns. Glauben Sie mir, die haben im Straßenverkehr noch genug zu tun, um ihre Schüler richtig fit für die Prüfung zu machen. Und dafür gibt es ja die Pflichtstunden. Ich war selbst 32 Jahre lang Fahrlehrer und weiß, wovon ich spreche.

Kann es nicht gefährlich sein, wenn unzählige blutige Anfänger gleichzeitig auf dem Übungsplatz fahren?

Unsere Mitarbeiter vor Ort achten darauf, dass das Risiko minimiert wird. Mehr als zwölf Autos lassen wir in der Regel nicht gleichzeitig auf das Gelände und schauen auch, wer schon wie viel Fahrerfahrung mitbringt. Aber natürlich gibt es auch mal Besucher, die die Regeln nicht akzeptieren.

Und was passiert mit denen?

Die werden einmal verwarnt und dann fliegen sie vom Platz. Zum Glück passiert das nur vier, fünf Mal im Jahr.

Wie finanziert sich der Platz eigentlich? Doch nicht über die 8,50 Euro Stundenmiete, oder?

Doch, damit kommen wir zurzeit noch ganz gut über die Runden. Als gemeinnütziger Verein dürfen wir ja auch nicht all zu viel Geld einnehmen. Für die Miete reicht es und die Arbeit vor Ort leisten zu unserem großen Glück Ehrenamtliche.

Woher kommen eigentlich all diese Reifen für den Platz?

Die haben sich über die Jahre hinweg angesammelt und tun hier einen wichtigen Dienst. Inzwischen haben wir genug und derzeit keinen weiteren Bedarf.