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Schüler dürfen zu spät kommen

Der Warnstreik der Busfahrer am Mittwochmorgen ist nicht nur ein Problem der Pendler, sondern auch der Schüler und Lehrer im Landkreis.

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Die Busfahrer im Landkreis gehen am Mittwochmorgen in den Warnstreik.
Die Busfahrer im Landkreis gehen am Mittwochmorgen in den Warnstreik. © Dirk Zschiedrich

Busfahrer und Fährleute des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehen am Mittwochmorgen in den Warnstreik. Laut der Verkehrgesellschaft OVPS ist davon auszugehen, dass bis 8 Uhr keine Busse sowie Fähren der Gesellschaft fahren. Dies bestätigte das Landratsamt. Die Busstrecken, die Müller-Busreisen bedient, sowie die, auf denen Subunternehmer den Linienverkehr übernehmen (z. B. Dreßler), verkehren jedoch planmäßig.

Schulen im Landkreis wurden vom Landratsamt informiert. Denn vor allem Schüler werden Probleme haben, pünktlich zum Unterrichtsbeginn zu erscheinen.

Die Schulleitungen des Schillergymnasiums Pirna und der Oberschule in Königstein etwa bereiteten Lehrer und Schüler mit Aushängen und über den Vertretungsplan darauf vor. Schüler, die die Schule erst nach 8 Uhr erreichen können, hätten keine Konsequenzen zu befürchten. „Die Schüler kann man dafür nicht verantwortlich machen“, sagte der Schulleiter des Schillergymnasiums, Bernd Wenzel. Mit einem kompletten Erliegen des regulären Unterrichts rechne er aber nicht.

Auch die Schulleiterin der Oberschule Königsstein, Ulrike Cizek, erklärte auf SZ-Anfrage, dass die Lehrkräfte ihren Unterrichtsstoff anpassen, aber den Unterricht normal weiterführen werden. Klassenarbeiten würden allerdings nicht in den ersten beiden Stunden geschrieben.

Sorgen um die Schulbusfahrt machen sich vor allem Abiturienten, die am Morgen ihre Fremdsprachenprüfungen schreiben. Dem Kultusministerium zufolge ist das aber nicht nötig. Abiturienten, die bis ungefähr 9.30 Uhr zu den schriftlichen Prüfungen erscheinen, würden zu diesen auch zugelassen und bekämen die volle Arbeitszeit. Wenn abzusehen ist, dass sehr viele Schüler zu spät kommen, darf die Schulleitung den Prüfungsbeginn komplett verschieben, heißt es aus dem Ministerium.

Zwei bis drei Stunden wird es ungefähr dauern, den Busverkehr nach dem Streik wieder zu normalisieren. Der Geschäftsführer der OVPS, Uwe Thiele, versichert jedoch, dass alle Beteiligten sich bemühen werden, damit Busse und Fähren so schnell wie möglich wieder nach Fahrplan fahren. Konkreter werden konnte er nicht, der Zweck eines Warnstreiks sei schließlich der Überraschungseffekt.

Die Verkehrsgesellschaft empfiehlt, sich am Morgen zu Fahrzeiten über die Nachrichten der öffentlichen und privaten Rundfunkanstalten zu informieren. (SZ)

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