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Fall Daniel H.: Anwalt fordert Verfahrensende

Im Fall des in Chemnitz getöteten Deutschen hat der Anwalt des dritten Tatverdächtigen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens verlangt. 

An der Stelle, an der Daniel H. Ende August 2018 starb, erinnerten kurz nach der Tat Blumen und Kerzen  an das Opfer.
An der Stelle, an der Daniel H. Ende August 2018 starb, erinnerten kurz nach der Tat Blumen und Kerzen an das Opfer. © Archiv/dpa

Chemnitz. Der Anwalt des dritten Tatverdächtigen im Fall eines getöteten Deutschen in Chemnitz hat die unverzügliche Einstellung des Ermittlungsverfahrens verlangt. Gegen seinen Mandanten bestehe kein Tatverdacht, teilte Ulrich Dost-Roxin am Mittwoch mit. Der Jurist hatte bereits im vorigen September die Aufhebung des Haftbefehls beantragt. Der Iraker kam daraufhin auf freien Fuß.

Ende August 2018 war ein 35 Jahre alter Deutscher erstochen worden. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft Chemnitz bekanntgegeben, dass sie Anklage gegen einen Syrer erhoben habe. Zudem werde noch immer nach einem weiteren Iraker gesucht.

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Über das Verfahren gegen den dritten ehemaligen Verdächtigen werde "zeitnah" entschieden, sagte Behördensprecherin Ingrid Burghart am Mittwoch. Das geschehe unabhängig davon, ob der Anwalt eine Einstellung beantragt habe oder nicht. Da der Mann nicht angeklagt wurde, ist wohl davon auszugehen, dass das Verfahren tatsächlich eingestellt wird. (dpa)

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