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Chemnitz

Fall Daniel H.:  Gericht legt Nachtschicht ein

Mitten in der Nacht wurde der 35-Jährige in Chemnitz erstochen. Doch wie viel konnten Zeugen dabei sehen? Ein besonderer Termin soll bei der Aufklärung helfen.

Am Tatort wurden © Monika Skolimowska/ZB/dpa (Archiv)

Dresden/Chemnitz. Im Prozess zur tödlichen Messerattacke von Chemnitz im vorigen August legt das Gericht am Tatort eine Nachtschicht ein. Am Donnerstag kurz nach Mitternacht wollen die Prozessparteien sich einen Eindruck über die Sichtverhältnisse verschaffen, wie sie am Tattag in der Innenstadt von Chemnitz geherrscht haben könnten. Am 26. August 2018 waren unweit eines belebten Döner-Ladens ein Deutscher erstochen und zwei weitere Männer verletzt worden.

"Die Augenscheinnahme dient der Aufklärung der räumlichen und baulichen Gegebenheiten des Verkaufsfensters und der Sicht aus dem Fenster in Richtung Tatort unter nächtlichen Sichtverhältnissen", teilte das Landgericht Chemnitz mit. Die Schwurgerichtskammer verhandelt seit dem 18. März gegen einen Tatverdächtigen aus Syrien. Er soll gemeinsam mit einem Iraker, der sich auf der Flucht befindet und nach dem weltweit gefahndet wird, für den Tod des 35-Jährigen verantwortlich sein.

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Für die Tatortbesichtigung wird das Areal zwischen dem Döner-Laden und dem Tatort weiträumig abgesperrt. Die Kammer hat überdies hohe Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Danach sind zum Beispiel Bild- und Tonaufnahmen untersagt und Zuschauer werden strengen Kontrollen unterzogen.

Nach der tödlichen Messerattacke kam die Stadt lange nicht zur Ruhe. Es gab rechte Demonstrationen und Gegendemonstrationen sowie Anschläge auf ausländische Restaurants. (dpa) 

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