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Zittau

Falsche Kriminalisten erbeuten 30.000 Euro

Weil Diebe das Bankkonto der 79-Jährigen im Visier hatten, sollte die Seniorin aus Zittau schließlich ihr Geld abheben - ein teurer Fehler. 

Symbolbild.
Symbolbild. © Rolf Vennenbernd/dpa

Falsche Kriminalisten haben am Mittwoch in Zittau eine 79-jährige Frau um 30.000 Euro gebracht. In verschiedenen Telefonaten erklärten die Betrüger, sie wären Angehörige des Bundeskriminalamtes und derzeit einer Bande von Dieben auf der Spur, wie Philipp Marko von der Polizeidirektion Görlitz mitteilt. Die vermeintlichen Schurken hatten schon diverse Bankkonten geplündert und nunmehr das Guthaben der älteren Dame im Visier.

Nach mehreren Gesprächen ließ sich die Pensionärin schließlich überzeugen, das Geld abzuheben. Die Scheine, so die Betrüger, bedürften nun einer eingehenden Prüfung. Es seien in der Vergangenheit bereits Blüten in Umlauf geraten, unbemerkt ausgetauscht mit ihren echten Pendants.

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Arglos überließ die 79-Jährige hierauf einem ihr unbekannten Mann am Mittwochnachmittag 30.000 Euro . "Das Versprechen, die Scheine nach eingehender Begutachtung zu erstatten, hielten die angeblichen Beamten derweil nicht", so Marko. Die Kriminalpolizei ermittelt nun.

Wie in dem Fall haben in den zurückliegenden Tage unbekannte Betrüger diverse Male versucht, verschiedenen Menschen telefonisch gewisse Ausnahmesituationen vorzutäuschen, um an Geld zu kommen. Allein am Freitag gaben sich zwei Männer als Enkel der jeweilig Angerufenen aus. Anschließend baten sie ausnahmslos um mehrere Tausend Euro Bargeld, benötigten sie diese doch beispielsweise für den Kauf eines neuen Autos. In den Fällen schlug das Vorhaben fehl.

Der Polizeisprecher rät, insbesondere bei Telefonaten wachsam zu sein. "Im Zweifel kostet es keine große Mühe, Behörden oder andere Stellen anhand bekannter Telefonnummern zurückzurufen, um sich der Aufrichtigkeit der Bittenden zu vergewissern."  Selbst im Falle einer glaubwürdigen Schilderung sei es nicht ratsam, völlig Unbekannten Geld zu überlassen - ohne zuvor einen unabhängigen Rat eingeholt zu haben. "Wir bitten insbesondere diejenigen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit von Dingen erfahren, die verdächtig wirken, mit der Polizei in Kontakt zu treten, bevor gutgläubige Menschen Betrügern zum Opfer fallen können", erklärt Marko.

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