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Familie kann Sophia nicht beerdigen

Die spanischen Behörden haben die Leiche der getöteten Tramperin immer noch nicht freigegeben, beklagt ihr Bruder.

© Jesus Andrade/El Correo/dpa

Leipzig. Erst bangte sie tagelang, ob Sophia noch am Leben ist, nun wartet die Familie wochenlang auf die Leiche. „Es wird Zeit, dass wir Sophia endlich bekommen! Vier Wochen Obduktion müssen reichen, liebe spanische Justiz!“, schrieb Andreas Lösche, der Bruder der getöteten Tramperin, auf Twitter. Die Familie habe immer noch keine Information von den Ermittlungsbehörden bekommen – weder aus Spanien noch von der Staatsanwaltschaft in Bayreuth. „Mir geht es darum, endlich mal einen ungefähren Zeitplan zu bekommen, um beispielsweise die Beerdigung zu planen“, sagte Lösche am Mittwoch gegenüber der SZ. „Aber Null Kommunikation ist ein bisschen sehr wenig.“

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Die Leiche von Sophia ist im spanischen Baskenland obduziert worden. Laut der Zeitung El Correo sei festgestellt worden, dass die junge Frau mit einem Messer oder stumpfen Gegenstand getötet worden sein könnte. Ob es ein Sexualmord war, ist derzeit noch unklar. „Wann die Leiche überstellt wird, weiß ich nicht“, sagt Herbert Potzel, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Diese Entscheidung liege bei den spanischen Behörden.

Mitte Juni war die Studentin Sophia an einer Tankstelle bei Leipzig in einen marokkanischen Lkw gestiegen, um nach Amberg in Bayern zu fahren. Auf dem Weg war die 28-Jährige verschwunden. Später wurde ihre Leiche in Nordspanien gefunden, ein Lkw-Fahrer verhaftet. Der 41-jährige Tatverdächtige soll nach Deutschland ausgeliefert werden, wann steht aber noch nicht fest. (SZ/two)