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Familie und Kinder

Nie aus den Augen lassen!

Solange Kinder nicht sicher schwimmen können, dürfen sie nicht unbeaufsichtigt ins Wasser. Auch in puncto Baderegeln sollten Eltern gute Vorbilder sein.

Nur rund 40 Prozent der Grundschüler sind sichere Schwimmer.
Nur rund 40 Prozent der Grundschüler sind sichere Schwimmer. © Foto: Adobe Stock

Baden und Spielen am Wasser macht Riesenspaß, kann aber auch gefährlich sein: Im vergangenen Jahr ertranken in Deutschland 23 Kinder unter zehn Jahren. Zu den Ursachen gehören laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die im Schnitt immer schlechteren Schwimmfähigkeiten der Kinder sowie mangelnde Aufsicht und Vorbildfunktion der Eltern. So halten sich längst nicht alle Erwachsenen an ausgewiesene Badeverbote – wie zum Beispiel bei hohem Wellengang – und an die elementaren Baderegeln. Die besagen nicht nur, dass man nicht überhitzt oder mit vollem Magen ins kühle Nass gehen darf, sondern auch, dass es Nichtschwimmern maximal bis zum Bauch reichen sollte. „Aufblasbare Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit im Wasser“, warnt die DLRG. Denn sie können plötzlich vom Körper abrutschen oder Luft verlieren.

Flüsse sind ungeeignet

Kiesgruben, Steinbrüche und Flüsse sind fürs Familienbaden generell ungeeignet – besonders dann, wenn dort noch Maschinen arbeiten oder Schiffe verkehren. Tragische Unfälle am Rhein sorgten erst kürzlich für bundesweite Betroffenheit. Doch auch an „offiziellen“ Becken und Stränden sollten Kinder, die nicht sicher schwimmen können, niemals allein gelassen werden. „Nur ein Moment der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben“, so die Fachleute. „Denn Kinder reagieren in Not anders als Erwachsene.“ Oft seien sie schreckensstarr und könnten gar nichts tun, nicht einmal mit den Armen rudern oder um Hilfe schreien. Deshalb bleibe es mitunter selbst im nächsten Umkreis unbemerkt, wenn ein Kind im Wasser untergeht.

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Abzeichen in Bronze

Als sicherer Schwimmer gilt laut DLRG erst, wer mindestens die Anforderungen des Schwimmabzeichens in Bronze erfüllt. Dazu gehört unter anderem, dass 200 Meter in 15 Minuten zurückgelegt werden können – was auf nur rund 40 Prozent der Grundschüler zutreffe. Das „Seepferdchen“, so die Experten, ist kein Nachweis ausreichender Schwimmfähigkeiten. Denn es bescheinigt den Kindern lediglich, dass sie sich 25 Meter über Wasser halten können.

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