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Mehr Schutz vor Anmache im Netz

Mädchen und Jungen werden im Internet immer häufiger mit intimen Fragen konfrontiert. Eine Initiative fordert ein neues Jugendschutzgesetz.

Laut einer Studie sind jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge im Alter von neun bis 17 Jahren im Netz bereits mit intimen, anzüglichen Fragen konfrontiert worden.
Laut einer Studie sind jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge im Alter von neun bis 17 Jahren im Netz bereits mit intimen, anzüglichen Fragen konfrontiert worden. © Tobias Hase/dpa

Das gezielte sexualisierte Umgarnen und Manipulieren von Kindern im Internet hat enorme Ausmaße angenommen, sagen Johannes-Wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, und die Initiative „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“. Personen mit pädokriminellen Neigungen melden sich in Chats oder Foren oft unter falschem Namen an und geben sich als gleichaltriges Kind aus. Aus der verständnisvollen Unterhaltung werde dann mehr: intime Berichte, Fotos oder sogar Treffen.

Um Kinder besser davor zu schützen, fordert die Initiative ein neues Jugendschutzgesetz, das auch Interaktionsrisiken in den Fokus nimmt. Damit sollen Anbieter wie Facebook oder Google verpflichtet werden, Kinder und Jugendliche auf ihren Plattformen besser zu schützen. Die derzeit bestehende freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter reiche alleine nicht aus.

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Laut der Studie „EU Kids online“ des Hans-Bredow-Instituts sind jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge im Alter von neun bis 17 Jahren im Netz bereits mit intimen, anzüglichen Fragen konfrontiert worden. Von 2018 bis 2019 ist die Zahl der Cybergrooming-Fälle in Deutschland, die der Polizei bekannt geworden sind, um 34 Prozent auf rund 3.300 gestiegen. Durch den Corona-Lockdown sei die Gefahr noch einmal größer geworden. (rnw)

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