merken
Familie und Kinder

Handychats: Mitlesen oder nicht?

Der 13-Jährige kriegt mehr Nachrichten auf dem Handy als beide Elternteile zusammen. Das muss man doch im Blick behalten - oder?

Handychats der Kinder sollten nicht heimlich gelesen werden.
Handychats der Kinder sollten nicht heimlich gelesen werden. © AdobeStock/JackF (Symbolfoto)

Im Minutentakt piept es, ständig leuchtet das Display des Smartphones auf: Das Kind scheint gefragt zu sein. 14 neue Nachrichten! Was da wohl alles drinsteht? Sollte man die als Elternteil nicht mal mitlesen? Neulich hieß es doch, dass es im Klassenchat Fälle von Mobbing gab...

Doch auch, wenn Eltern sich Sorgen machen, sollte beim Handy wie bei einem Tagebuch gelten: "Niemals heimlich lesen. Wenn dann immer nur gemeinsam und begleitend", rät Dana Mundt. Sie ist Sozialpädagogin bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Viele der gängigen Messenger-Apps haben zwar offiziell eine Altersbegrenzung - Whatsapp zum Beispiel schreibt für Nutzer aus der EU ein Mindestalter von 16 Jahren vor. Die Realität sieht allerdings vielfach anders aus: Gerade im Homeschooling und in Pandemiezeiten sind die Chats für viele Kinder ein gern genutztes Tool, um mit anderen in Kontakt zu bleiben.

Kinder nicht alleine lassen

Eltern sollten ihre Kinder in erster Linie damit nicht allein lassen. "Nicht nur 11-Jährige kann ein Berg an Nachrichten schnell überfordern und unter Druck setzen", sagt Mundt.

Um mit diesem Druck gut umzugehen, sollten Eltern und Kinder gemeinsam besprechen, von wann bis wann sie täglich erreichbar sind, was in diese Chats gehört und was nicht - zum Beispiel keine Bilder oder sensible Informationen von der Familie. Eltern haben an dieser Stelle natürlich auch eine Vorbildfunktion.

Bei einem unguten Gefühl oder wenn sich das Kind anders verhält als sonst, sollten Eltern immer das Gespräch anbieten. So könnten sie ihrem Kind beispielsweise sagen: "Du kannst etwas verbocken, aber bitte sprich mit uns. Wir sind für Dich da und helfen Dir!". (dpa/tmn)

Mehr zum Thema Familie und Kinder