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Fahrrad

Multimobilität in urbanen Gefilden

Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt und in urban geprägte Gegenden.

© Silviu / pixabay

Die partielle Landflucht in einigen Regionen ist vor allem damit zu erklären, dass viele sich von der Stadt bessere Karrieremöglichkeiten und eine größere Vielfalt an verfügbaren Arbeitsplätzen erhoffen. Gleichzeitig sind aber auch städtische Einrichtungen von Einkaufsmöglichkeiten über Museen, Restaurants und Bars bis hin zu Theatern deutlich konzentrierter verfügbar. Dennoch sind die Entfernungen in der Stadt zum Teil für einen Fußweg oft zu lang und nicht immer führt der ÖPNV direkt bis zum gewünschten Ziel. Lösungen, dies zu überbrücken sind die City-Bikes, Scooter Roller oder man überbrückt zu große Distanzen eben kurzer Hand mit dem Taxi.

Neben den Mietrollern und den Mietfahrrädern, die man an vielen zentralen Punkten der Städte anmieten kann, gibt es auch schicke handliche Scooter Roller, die man nach Verwendung kompakt in Taschenformat zusammenklappt und z.B. einfach mit ins Büro nehmen kann. Auch wenn man das eigene Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen kann, ist dies zwar theoretisch möglich, doch in der Praxis, im Berufsverkehr, oft gar nicht umsetzbar und zudem muss man für sein Bike auch noch ein extra Ticket kaufen, der kompakte Scooter Roller fährt dafür kostenfrei mit. Er darf im eingeklappten Zustand wie das Reisegepäck einfach kostenlos mitgenommen werden und hat so auch bequem beispielsweise unter dem Sitz in Bus und Bahn locker Platz. Somit lässt sich rasch mit Bus oder Bahn bis an den Zielort fahren und den Rest der Strecke lässt sich dann noch schnell mit dem Roller bewältigen.

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Elektrisch oder mit „Fußantrieb“

Wer sich für einen Scooter Roller entscheidet, hat dabei die Wahl zwischen rein durch Körperkraft angetriebenen Modellen und solchen mit Elektroantrieb. Welche Variante bevorzugt wird, hängt häufig von den Strecken und der Häufigkeit der Nutzung ab. Stellen sich die Wege, die regelmäßig gefahren werden, mit zahlreichen Steigungen dar, so wird häufig die elektrische Variante favorisiert. Auch wenn der Roller genutzt werden soll, um täglich damit zur Arbeit zu fahren, schadet ein Elektromotor sicherlich nicht. Denn schließlich möchte niemand gerne verschwitzt im Büro ankommen. Gerade dann, wenn der Scooter aber vor allem in der Freizeit genutzt werden soll, bevorzugen die meisten den Kraftantrieb. Denn diese bietet einerseits die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen und ist zudem die umweltfreundlichere Variante, um schnell in der Stadt voranzukommen. 

City-Roller

Bei den auch in Dresden an zentralen Standorten in großer Zahl anzutreffenden E-Scootern ist wiederum ein Mindestalter von 14 Jahren eines der KO-Kriterien, alle Jüngeren haben also keine Chance, einen der Flitzer nutzen zu dürfen, zudem ist man laut der StVo dazu gezwungen, damit auf der Straße zu fahren, was einigen Interessenten eher den Angstschweiß auf die Stirn treibt. 

Perfekt auf den Nutzer abgestimmt

Vor allem, wenn der Scooter regelmäßig genutzt werden soll, ist es wichtig, ein Modell von hoher Qualität zu wählen. Denn die Unterschiede in der Verarbeitung sind recht groß und schließlich möchte jeder lange Freude an seinem Tretroller haben. Speziell dann, wenn ein E-Scooter angeschafft wird, ist es wichtig, auf verlässliche Motoren und langlebige Akkus zu achten. Ein breites Trittbrett bietet ausreichend Platz auch für große Füße. Die Lenkstange lässt sich im Idealfall verstellen, sodass sie perfekt an die eigene Körpergröße angepasst werden kann. Wenn der Roller auch oft in Bahn und Bus mitgenommen werden soll, ist auch das Eigengewicht des Fahrzeuges häufig wichtig. Entscheidend dafür sind die verwendeten Materialien. High-End-Roller sind zwar oft hochpreisiger, dafür aber deutlich leichter bei gleicher oder sogar besserer Stabilität, was sich im Alltag bezahlt machen kann. 

Verdrängung des Fahrrades nicht in Sicht

Die Daseinsberechtigung des Fahrrades, egal ob das eigene Bike oder hinsichtlich der Anmietung von Bikes, wird durch den Einzug der Roller nicht wirklich bedroht. Das Fahrrad ist auch ohne E-Motorunterstützung gern auch mal für einen etwas weitere Strecke in absolut akzeptablem Tempo geeignet. Das Alter spielt ebenso keine Rolle, man kann also ohne das Gesetz außer Acht zu lassen, beispielsweise in einer fremden Stadt für die ganze Familie mal eben ein Fahrrad anmieten und ist der Verkehr zu dicht, so ist es auch erlaubt, seine Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg zu begleiten, also kein Straßenzwang, wie bei den E-Scootern. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Falk Neub.

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