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Familie und Kinder

Wenn das Urlaubsauto beladen wird

Es gibt viele gute Gründe, das Gepäck planvoll im Fahrzeug zu verstauen.

Das Urlaubsgepäck für die ganze Familie im Auto zu
verstauen, ist oft eine Herausforderung.
Das Urlaubsgepäck für die ganze Familie im Auto zu verstauen, ist oft eine Herausforderung. © Foto: Adobe Stock

Ob Ferienwohnung in den Alpen oder Campingplatz am Stausee: Mit den ersten vorsichtigen Lockerungen im Tourismus rückt ein Familienurlaub in greifbare Nähe. Beim Packen sind viele jedoch etwas aus der Übung gekommen. Thomas Kubin vom Fachbereich Technik beim ADAC Sachsen erklärt, wie das Gepäck sicher im und am Auto verstaut wird.

Wer planmäßig vorgeht, bekommt mehr im Kofferraum unter. Welche Gründe für sorgfältiges Packen gibt es außerdem?
Für den Fall eines Aufpralls oder einer Notbremsung ist es wichtig, dass das Gepäck auch im Kofferraum gut gesichert ist. Schwere Koffer und Taschen sollten so nah wie möglich an die Rücksitzwand geschoben werden, und wenn Gepäck die Rücksitzlehne überragt, ist auf jeden Fall ein Gepäcktrennnetz oder Laderaumgitter zu verwenden. Idealerweise wird das gesamte Gepäck mit Gurten an den Zurrösen im Kofferraum fixiert.

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Was ist beim Gepäcktransport im Innenraum zu beachten?
Kleinere Gepäckstücke und Reiseproviant können im Fußraum der Fondsitze untergebracht werden, solange sie den Fahrer nicht in eine ungünstige Sitzposition zwingen. Größere Gegenstände sollten keinesfalls ungesichert auf den Rücksitzen stehen, und auf die Hutablage gehören prinzipiell keine Trinkflaschen, Fotoapparate oder CD-Player. Denn bei einem Aufprall mit 50 km/h wird ein Gegenstand mit dem 50-fachen Gewicht nach vorn geschleudert!

Und wenn der Platz im Auto nicht ausreicht?
Dann kann man den Stauraum mit einer Dach- oder Heckbox erweitern. Dabei müssen aber unbedingt die zulässige Dachlast bzw. Stützlast der Anhängerkupplung beachtet werden. Für beide Arten von Boxen eignen sich vor allem leichtere Gepäckstücke, und im vorderen Bereich der Dachbox empfehlen sich weichere Gegenstände als Puffer im Fall eines Aufpralls. Die Ladung ist mit Zurrgurten zu sichern. Beachten sollte man außerdem, dass Boxen die Fahrzeughöhe oder -länge ändern, was zum Beispiel auf Fährschiffen und in Garagen sowie bei den Fahreigenschaften eine Rolle spielen könnte. Als Höchstgeschwindigkeit werden 130 km/h empfohlen.

Ähnliches gilt sicher für den Fahrradtransport?
Die zulässige Dach- bzw. Stützlast darf natürlich auch hier nicht überschritten werden. Bei Nutzung eines Heckträgers ist es außerdem wichtig, dass das hintere Kennzeichen und die Beleuchtung nicht verdeckt werden – andernfalls muss beides am Träger noch einmal vorhanden sein. In Italien und Spanien gibt es Vorschriften zur Kennzeichnung nach hinten überstehender Ladung mittels Warntafeln. Die sollte man sich gegebenenfalls rechtzeitig besorgen.

Wer ein Wohnmobil besitzt, dürfte weniger Platzprobleme haben ...
In Wohnmobile passt oft so viel Gepäck und Ausrüstung, dass die Gefahr des Überladens besteht. Das ist ein Sicherheitsproblem und kann in manchen Ländern richtig Ärger einbringen: Mitunter darf man sogar erst weiterfahren, wenn das „Übergepäck“ ausgeladen wurde. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich daher, das urlaubsfertige Wohnmobil vor der Abreise auf einem Wertstoffhof wiegen zu lassen. Ebenso wie im Pkw gilt außerdem: Ladung und Gepäck richtig sichern, schwere Gegenstände gehören nach unten, nichts Loses herumliegen lassen. Weil sich ein voll beladenes Wohnmobil anders verhält als ein Pkw, sollte die Fahrweise unbedingt angepasst und mit längeren Bremswegen gerechnet werden.

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