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Fans feiern Egon, Benny und Kjeld

© Matthias Weber

Die Olsenbande wird 50 und das ist groß in Zittau gefeiert worden – mit einer Überraschung für den Stargast.

Von Jan Lange

Zittau. Zur Eröffnung klingt die Olsenbanden-Melodie durch das Kronenkino und Hunderte Fans schwenken dazu kleine Dänemark-Fahnen. Ein gelungener Auftakt für ein Wochenende, an dem sich alles um das dänische Gaunertrio dreht. Filme gucken, dänisches Bier trinken, Episoden über das Kulttrio austauschen – es ist alles dabei, was das Herz eines echten Olsenbanden-Fans höher schlagen lässt.

Zittau feiert 50 Jahre Olsenbande

Die Olsenbande ist ein Phänomen - und erfreut sich besonders in Ostdeutschland auch heute noch großer Popularität. Der 50. Geburtstag des legendären Gaunertrios wurde am Wochenende mit einer großen Party in Zittau gefeiert. Zum guten Ton gehörten da auch Fans, die sich als Egon, Benny und Kjeld verkleideten.
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Sogar einen Stargast haben die Veranstalter nach Zittau geholt: Jes Holtso, der in zehn Olsenbanden-Filmen Kjelds Sohn Borge gespielt hat. Zur Eröffnung konnte der heute 61-Jährige noch nicht dabei sein, da er am Tag zuvor noch in Stralsund aufgetreten war. Aber während sich die Fans den dritten Film der Kultreihe, „Die Olsenbande fährt nach Jütland“, anschauten, traf Jes Holtso in Zittau ein – und wurde gleich von Autogrammjägern umzingelt.

Wenig später saß er dann oben auf der Bühne des Kronenkinos und stellte sich den Fragen von Patrick Weißig, der die Olsenbanden-Veranstaltung nach Zittau geholt hatte und es sich nicht nehmen ließ, die Diskussionsrunde mit dem Stargast selbst zu moderieren. Holtso verriet unter anderem, dass er von den Olsenbanden-Machern zufällig ausgewählt wurde. In seiner Schule wurde der damals Elfjährige eines Tages zum Direktor gerufen und dachte, dass er wieder eine Predigt bekommt. Stattdessen saß aber ein Mitarbeiter von Nordisk-Film im Büro des Direktors und fragte ihn, ob er die Rolle des Borge spielen wolle. Das fand er ganz spannend, da er die Darsteller von Egon, Benny und Kjeld bereits aus anderen Filmen kannte.

Bevor Jes Holtso mehr über sich erzählte, hatte Patrick Weißig aber noch eine Überraschung vorbereitet. Der Däne durfte sich ins Goldene Buch der Stadt Zittau eintragen. Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) war dafür höchstpersönlich mit dem „guten Stück“ ins Kronenkino gekommen.

Nachdem die Besucher erfahren haben, wie der Borge-Darsteller entdeckt wurde und wie er zur Musik kam, verabschiedete sich Jes Holtso bald wieder, da er sich auf seinen späteren Auftritt noch vorbereiten wollte. Am Abend konnten die Fans ihn nämlich noch als Blues-Musiker erleben.

Doch auch dazwischen gab es eine Menge zu erleben – von den Olsenbanden-Räucherfiguren über Olsenbanden-Zeichnungen bis hin zur Fotobox, die sich im Laufe des Wochenendes zu einem wahren „Renner“ entwickelte. In den Kostümen von Egon, Benny und Kjeld konnten sich die Fans des dänischen Gaunertrios vor dem Kopenhagener Gefängnis oder alternativ dem Stellwerk aus dem siebten Olsenbanden-Film fotografieren lassen.

Das Stellwerk spielte auch am Sonntag eine wichtige Rolle. Der Olsenbanden-Fanclub zeigte seine Dokumentation über die Rettung des Gebäudes und bekam dafür von den Besuchern jede Menge Lob. „Was ein Fanclub zu leisten im Stande ist, das ist schon beeindruckend“, meint Ingrid Weidner aus Lückendorf, die froh war, noch eine Karte für das Olsenbanden-Jubiläum bekommen zu haben. Denn eigentlich war die Jubiläumsfeier seit März ausverkauft. Über einen Bekannten kam sie allerdings an eine zurückgegebene Karte und ist im Nachhinein froh, dabei gewesen zu sein. „Es war eine runde Sache und es wurde so viel geboten“, lobt sie die Veranstaltung. Auch die Olsenbanden-Filme habe sie schon eine Weile nicht mehr gesehen, sagt die Lückendorferin.

Die besten Bilder zur großen Olsenbande-Feier gibt es in unserer Bildergalerie.