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Schnee, Eis und Brandschutz stellen die Fans auf harte Proben

Wer Fußball auf Naturrasen in Großenhain und Riesa sehen will, sollte vorher etwas mehr Zeit einplanen.

© T. Riemer

Von Thomas Riemer

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Großenhain/Riesa. Die Fußballer des Großenhainer FV und der BSG Stahl Riesa haben mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt. Beide Männermannschaften spielen in der Landesliga. Und weil beide Vereine dort eine gute Rolle abgeben, liegen sie auch in der Gunst der Fans dieser Liga ganz vorn. Außerdem: Sowohl der GFV als auch die „Stahler“ spielen am liebsten auf ihren angestammten Plätzen auf der Jahnkampfbahn bzw. in der Feralpi-Arena.

Genau dort tun sich jedoch aktuell Probleme auf, die insbesondere die treuen Fans mit eher weinendem Auge sehen. Die Großenhainer sind diesen „Kummer“ bereits gewöhnt. Seit die Deutsche Bahn die früher einzige Durchfahrt zur Jahnkampfbahn mit Bauarbeiten blockiert, kann die Sportstätte motorisiert nur über ein Provisorium über die sogenannten Bäckerwiesen erreicht werden. Ein Zustand, der „bis mindestens Juni“ anhalten wird, so Bürgermeister Tilo Hönicke. Mit dem ersten Schnee am Sonntag gibt es nun ein weiteres Problem. Denn schon im Herbst hatte das Rathaus den Fußballern mitgeteilt, dass für die Winterzeit die Zufahrten zur Jahnkampfbahn prinzipiell nicht bzw. nur sehr eingeschränkt gewährleistet werden können. Unter anderem bedeutet dies, dass der Winterdienst auf den Bäckerwiesen ab Riesaer Straße bis zum Sportplatz nicht durchgeführt werde. Auch Park- und Auenstraße werden nur bis zur jeweils letzten Wendemöglichkeit beräumt – die Reststrecke zum Fußballplatz müsste dann ebenfalls zu Fuß bewältigt werden. Was den GFV noch im alten Jahr zu dem Hinweis bewegte, „bei Schneefall entsprechend Zeit einzuplanen, vorsichtig zu fahren und sich mit Bedacht im Stadtpark“ zu bewegen.

Nun gut. Mindestens bis zum 1. März richten Großenhains Fußballer ihre Heimspiele eh auf dem Kunstrasenplatz im Husarenpark aus. Zwar kommen dahin traditionsgemäß weniger Zuschauer als zur Jahnkampfbahn. Aber zumindest wird das dortige Areal von Schnee und Eis befreit, gibt es überdies ausreichend Parkplätze direkt am Stadion.

Genau die Parkerei bereitet indes dem sportlichen Kontrahenten in Riesa neuerdings ein paar Kopfschmerzen. Denn die BSG hat kurz vor dem Gastspiel von Dynamo Dresden in der vergangenen Woche über Neuerungen informiert, die so manchem Fan nicht gefallen werden. „Aufgrund von Brandschutzbestimmungen der Großen Kreisstadt Riesa ab 4. Quartal 2017 gibt es eine Änderung der Parkplatzsituation zu den Heimspielen“, heißt es da. Der Vorplatz des Vereinsgeländes an der Feralpi-Arena, der bis jetzt als Parkplatz diente, sei ab sofort „großzügig frei zu halten, damit er als Flucht- und Rettungsweg des gesamten Vereinsgeländes fungieren kann“. Wer trotzdem sein Auto dort abstelle, müsse damit rechnen, dass sein Gefährt kostenpflichtig entfernt wird. Wer mit dem Auto zu Stahl-Heimspielen komme, wird auf Ausweichmöglichkeiten auf dem Parkplatz der Teigwaren Riesa GmbH, am Merzdorfer Park hinter der Seifenfabrik oder an der Secondhandhalle verwiesen.

Auch für Stahl Riesa gilt: Parkplatzprobleme am Ausweichplatz, dem Kunstrasen in der Pausitzer Delle, gibt es nicht. Doch auch die Stahler spielen lieber auf ihrem Naturrasen in Merzdorf. Und das möglichst bereits am 24. Februar. Dann geht es gegen den Großenhainer FV. Im Hinspiel fanden fast 800 Zuschauer zur Jahnkampfbahn und dort auch Parkflächen. Zumindest von der Besucherzahl ist beim Derby in knapp drei Wochen Ähnliches zu erwarten.