merken

Politik

Farbiges Kreuz verdirbt fast Gedenkfeier

Auf einer Werrabrücke gedenken Hessen und Thüringen der Opfer der Teilung. Wie eine neonfarbenes Kreuz genau vor der Gedenktafel gerade noch verschwindet.

Volker Bouffier (CDU, l), Ministerpräsident von Hessen, und Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, gehen auf der Werrabrücke zu niedergelegten Kränzen. Wo sich jetzt in der Tafel die Blumen spiegeln, leuchtete zuvor ein neonfarbenes Ma
Volker Bouffier (CDU, l), Ministerpräsident von Hessen, und Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, gehen auf der Werrabrücke zu niedergelegten Kränzen. Wo sich jetzt in der Tafel die Blumen spiegeln, leuchtete zuvor ein neonfarbenes Ma © Swen Pförtner/dpa

Treffurt/Wanfried. Ein Kreuz in Neonfarbe hätte beim Festakt der Bundesländer Thüringen und Hessen zum Mauerfall fast einen großen Auftritt gehabt. Ein Vermessungsamt hatte die Markierung für Sanierungsarbeiten genau an der Stelle auf die Werrabrücke bei Treffurt-Großenburschla gesprüht, an der die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) und Volker Bouffier (CDU) der Opfer der deutschen Teilung gedenken sollten. 

Anzeige
Per Schiff zum Friseur

Mit diesem Team sitzt die Frisur auch bei hohem Wellengang.

Das Problem: Die Leuchtfarbe spiegelte sich in der neuen Gedenktafel am Brückengeländer und wäre auf jedem Foto und Fernsehbild zu sehen gewesen. Die Mitarbeiter beider Staatskanzleien bemühten sich zunächst vergeblich um Abhilfe. Eine einzelne Rose deckte das Kreuz nicht genug ab. Zwei Fußmatten aus einem Polizeiauto waren noch auffälliger. Schließlich fand sich doch eine geschmackvolle Lösung: ein Strauß weißer Blumen.  (dpa)