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Dresden

Farbschmiererei wegen Pegida-Erlaubnis

Unbekannte haben die Fassade einer Dresdner Behörde beschädigt. Sie verstehen das einen Ausdruck von Kritik. Der OB nimmt das Amt in Schutz.

So durfte Pegida am Montag demonstrieren. Das ist laut einem Bekennerschreiben Hintergrund des Farbanschlags.
So durfte Pegida am Montag demonstrieren. Das ist laut einem Bekennerschreiben Hintergrund des Farbanschlags. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte die Fassade des Dresdner Ordnungsamtes an der Theaterstraße mit brauner Farbe beschmiert. Die Täter bewarfen den Eingang mit der Farbe, teilte die Polizei mit. Zur Höhe des Sachschadens konnten die Beamten noch keine Angaben machen.

Sie haben ein Bekennerschreiben gefunden. Demnach hängt die Aktion damit zusammen, dass die Stadt eine Pegida-Demonstration am Montagabend genehmigt hat. Die Täter kritisieren diese Genehmigung. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt. 

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Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), nimmt das Ordnungsamt in Schutz. "Die Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes und damit auch der Versammlungsbehörde sind schon seit längerem immer wieder Ziel von Beschimpfungen und Unterstellungen", sagt er. So wenig wie er Gewalt und Rassismus akzeptiere, so wenig akzeptiere er, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung in dieser Form diffamiert würden. Man könne Entscheidungen der Behörden diskutieren, öffentliche Gebäude zu beschädigen und Menschen zu beleidigen sei außerhalb der demokratischen Regeln. "Für mich ist es völlig unverständlich, dass einige Menschen glauben, eine politische Auseinandersetzung mit den Mitteln von Sachbeschädigung führen zu wollen", stellt der OB fest. "Da ist der Schritt zur Gewalt nicht weit." (SZ/csp)

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