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Bischofswerda

Faschings-Vereine bei Prunksitzung

Zum 28. Mal waren die Karnevalisten der Region nach Bischofswerda eingeladen. Weil das Kulturhaus dicht ist, ging es nach Demitz-Thumitz.

Immerhin 15 Programmpunkte standen am Sonnabendabend in Demitz-Thumitz auf dem Plan. Viele Show- und Gardetänze der Vereine und gleich mehrere Büttenreden.
Immerhin 15 Programmpunkte standen am Sonnabendabend in Demitz-Thumitz auf dem Plan. Viele Show- und Gardetänze der Vereine und gleich mehrere Büttenreden. © Rocci Klein

Bischofswerda. Außergewöhnliche Situationen erfordern meist außergewöhnliche Maßnahmen, so auch am Sonnabendabend in Demitz-Thumitz. Ein doch recht ungewohntes Bild bot sich da in der Mehrzweckhalle im Sport- und Freizeitzentrum. Schon von Weitem gab das bunte Lichtspektakel ein tolles Bild ab, von überall her strömten die Narren und Närrinen in Richtung Kiefernbuschweg. Auch ein Bus-Pendelverkehr zwischen dem Parkplatz Wölkau und der Sporthalle wurde für die vielen Gäste eingerichtet. Über 500 zählte man an diesen historischen Abend. Historisch? Ja, denn die 28. Prunksitzung des Bischofswerdaer Karnevals Club musste zum ersten Mal außerhalb der Heimatstadt stattfinden. Das Kulturhaus? Aktuell leider eher eine Ruine. Das Kino? Für eine solche Großveranstaltung leider viel zu klein. Auch das Sportlive in Rammenau wurde in Betracht gezogen, letztendlich einigte man sich aber auf die Sporthalle in Demitz.

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Eine lange Nacht

Ein Fehler war das bei den vielen Gästen sicherlich nicht, auch optisch hatten die Mitglieder des BKC die Halle ordentlich auf Vordermann gebracht. Gut angekommen war dies bei den 33 Karnevalsvereinen an diesem Abend auch. Pünktlich um 19:19 Uhr zog der Bischofswerdaer Karneval Club samt Fahnen- und Schlüsselträger, Elferrat, Männerballett und beider Funkengarden auf die extra eingebaute Bühne ein. Gemeinsam mit den knapp 500 Gästen stimmte man sich auf eine lange Nacht ein.

15 Programmpunkte standen auf dem Plan. Viele Show- und Gardetänze der Vereine, gleich mehreren Büttenreden – diesmal sogar vom Oberbürgermeister Holm Große, Livegesang aus Schirgiswalde, Männerballett und dem Marienberger Stimmungsgesang. Für jeden war etwas dabei. Die einen staunten nicht schlecht, die anderen bekamen ordentlich etwas für die Lachmuskeln präsentiert.

Natürlich durften die Spitzen in Richtung der Politik an diesem Abend nicht fehlen: „Das Gelaber? Haben wir satt! Es müssen endlich Taten folgen, wenn es um das Thema Kulturhaus geht“, so der ehemalige Vereinspräsident Jürgen Paul. Auch in Richtung Ministerpräsident Michael Kretschmer gab es einen kleinen Seitenhieb, denn aktuell bewegt sich in Augen des BKC zu diesem brisanten Thema noch viel zu wenig. Angst, dass der BKC die Prunksitzung aber absagen muss, braucht nun keiner mehr zu haben. Die Bürgermeisterin von Demitz-Thumitz, Gisela Pallas, lies ausrichten, dass die vielen Narren und Närrinen gern auch in den nächsten Jahren wieder in die Sporthalle kommen dürfen. Sie sicherte dem BKC zu, dass bis zur Eröffnung des Kulturhauses gern wieder im Sport- und Freizeitzentrum gefeiert werden darf. Dieses Angebot nahm Vereinspräsident Marcel Hüttig sowie der ehemalige Präsident Jürgen Paul sehr gern an. Am 20. Februar geht es dann für den BKC zuerst aber Mal in das ehemalige Kino auf der Karl-Liebknecht-Straße. Am König-Albert-Saal findet die Feier rund um den beliebten Weiberfasching statt.

Die 33 Vereine kamen an diesem Abend aus ganz Sachsen: Arnsdorf, Bernsdorf, Bielatal, Bischofswerda, Cunewalde, Demitz-Thumitz, Dresden, Elstra, Fischbach, Görlitz, Kamenz, Kittlitz, Langenwolmsdorf, Laußnitz, Lomnitz, Lawalde, Löbau, Marienberg, Meißen, Moritzburg, Neugersdorf, Oppach, Pulsnitz, Rammenau, Schirgiswalde, Schönau-Berzdorf, Steinigtwolmsdorf, Taubenheim, Wilthen, Weheln und natürlich die Vertreter des VSC Sachsen

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