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Fast eine Million Euro für Mochau

Mit dem Geld wird das Defizit in diesem Jahr ausgeglichen. Damit ist der Weg frei für die Eingliederung.

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© Dietmar Thomas

Von Jens Hoyer

Döbeln. Der im Grunde einzige Hinderungsgrund für eine Eingliederung von Mochau nach Döbeln im nächsten Jahr ist ausgeräumt. Die Stadt wollte den Kassenkredit von fast einer Million Euro nicht übernehmen, den Mochau aufgrund seines Haushaltsdefizits aufnehmen musste. Die Gemeinde hatte wegen der prekären Finanzlage um die Eingliederung gebeten.

Döbeln bekommt vom Freistaat Sachsen eine Finanzhilfe von 950 000 Euro. Davon sind 475 000 Euro ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, sagte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.Die gleiche Summe will das Land aber möglichst wiederhaben – allerdings unter sehr moderaten Bedingungen.

Mochau hat mit ihrer Gewerbepark Fuchsloch GmbH Vermögenswerte im Gewerbegebiet stecken. Die noch nicht verkauften Grundstücke haben einen Wert von 1 bis 1,3 Millionen Euro, so Egerer. Gleichzeitig ist die Gesellschaft noch mit Schulden in Höhe von etwa einer halben Million Euro belastet.

„Wenn Grundstücke verkauft werden, wird zuerst dieser Kredit abgelöst“, so Egerer. Von allen anderen Grundstücksverkäufen bekommt der Freistaat die Hälfte der Einnahmen. Und das über eine Zeitdauer von zehn Jahren. Dann gilt die Finanzhilfe als abbezahlt. Das sei ein sehr faires Angebot, so der Oberbürgermeister.

An der Eingliederungsvereinbarung wird es keine Veränderungen geben. Der Hauptausschuss hat ihr schon zugestimmt. „Ich hoffe, dass es am 10. Dezember im Stadtrat dazu eine Mehrheit geben wird“, so Egerer. Der Gemeinderat Mochau soll einen Tag später darüber entscheiden.