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Fast schon ein Existenzkampf

Dynamo Dresden will sich am Sonntag in Fürth weiter vom Tabellenkeller absetzen. Doch die Vorbereitung auf das Spiel lief alles andere als optimal.

© Robert Michael

Von Cornelius de Haas

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Dresden. Der Erfolg gegen Bochum war für Dynamo eine Erleichterung. Wie groß diese war, zeigte sich am Freitag. Fünf Tage nach dem 2:0 war einer der ersten Sätze von Trainer Uwe Neuhaus auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Fürth: „Wir sind noch immer froh über den Sieg gegen den VfL.“ Doch Neuhaus wäre nicht Neuhaus, gäbe es da nicht ein entscheidendes Aber. Das folgte umgehend: „Jetzt steht ein ähnlich wichtiges Spiel an.“

Bei einer Niederlage bei der Spielvereingung stünde man nämlich wieder da, wo man schon vor acht Tagen war. „Deshalb wird das fast schon ein Existenzkampf“, so der 58-Jährige, dem am Sonntag vier Spieler verletzt (Testroet, Gonther, Schwäbe, Hartmann) und drei gesperrt (Duljevic, J. Müller, Kreuzer) fehlen werden. Die noch verbliebenen Spieler müssen sich „auf allergrößten Widerstand und hohe Laufbereitschaft einstellen“, erklärte Neuhaus vor dem Spiel beim Tabellenvorletzten.

Die Vorbereitung auf die Partie sei bislang zwar nicht optimal gewesen, dennoch sieht der Coach seine Mannschaft gut vorbereitet: „Wir konnten zweimal im Stadion trainieren, einmal in der Halle. Nur die Einheit auf dem Kunstrasen haben wir abbrechen müssen.“ Das sei quasi ein „Gammeltraining“ gewesen, bei dem es vor allem darum gegangen sei, Bänder, Sehnen und Gelenke zu schonen sowie weitere Verletzte zu vermeiden.

Einer könnte aber trotzdem dazu kommen. „Fabian Müller hatte Probleme mit dem Schleimbeutel an der Ferse“, erklärte Neuhaus. „Er hat heute aber schon wieder mitgemacht. Wenn allerdings doch noch eine Belastungsreaktion kommt, dann fällt auch er aus.“

Für Marcel Franke wird das Spiel eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein. „Natürlich ist das für mich ein schönes Spiel. Ich freue mich, viele bekannte Gesichter wiederzusehen“, sagte die Winterleihgabe vom englischen Zweitligisten Norwich City, zu dem der 24-Jährige im Sommer von Fürth gewechselt war. Tollen Fußball erwartet er aber nicht: „Ich glaube, das wird ein ekliges Spiel.“

Gestalten die Dresdner es dennoch siegreich, wäre ein direkter Abstiegsplatz plötzlich wieder neun – vermeintlich beruhigende – Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt.

Dynamos voraussichtliche Aufstellung: Schubert – Seguin, Ballas, Franke, Heise – Konrad – Koné, Aosman, Hauptmann, Berko – Röser.