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Wirtschaft

FDP: Luftverkehrsteuer schadet Flughäfen

Die Airports in Dresden und Leipzig seien besonders belastet, befürchtet Torsten Herbst. Denn hier starten viele Kurzstreckenflüge.

Vom Flughafen in Dresden starten vor allem Flieger zu nationalen und innereuropäischen Zielen.
Vom Flughafen in Dresden starten vor allem Flieger zu nationalen und innereuropäischen Zielen. © Christian Juppe

Berlin/Dresden. FDP-Politiker Torsten Herbst sieht sächsische Flughäfen durch höhere Steuern auf Tickets besonders belastet. Der Beschluss des Bundeskabinetts zur Erhöhung der Luftverkehrsteuer für Kurz- und Mittelstreckenflüge schade besonders den beiden sächsischen Flughäfen, da hier überwiegend nationale und innereuropäische Flüge angeboten werden, erklärte Herbst am Mittwoch.

Die Änderung ist zum 1. April 2020 geplant. Konkret soll die Steuer für Flüge in Europa um 5,65 Euro auf 13,03 Euro pro Ticket mit Start von einem deutschen Flughafen steigen. Bei Strecken bis 6.000 Kilometer ist eine Erhöhung um 9,96 Euro auf 33,01 Euro vorgesehen. Bei noch weiteren Fernstrecken sollen künftig 59,43 Euro fällig werden. Mit der Maßnahme als Teil des Klimapakets sollen Mindereinnahmen durch sinkende Bahn-Besteuerung ausgeglichen werden.

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Für sächsische Kunden würden sich damit die Flüge prozentual viel stärker verteuern als für die Passagiere der Langstreckenflüge von großen Drehkreuzen wie Frankfurt und München, betonte Herbst: "Gleichzeitig sinkt die Attraktivität für Fluggesellschaften, Flüge in Sachsen überhaupt anzubieten. Dies schadet auch der Tourismusbranche in Sachsen." Herbst ist Obmann seiner Partei im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages. (dpa)

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