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Deutschland & Welt

Fehlanzeige bei Graböffnung im Vatikan

Die Tochter eines päpstlichen Dieners verschwindet spurlos. Sogar zwei Gräber auf einem deutschen Friedhof werden geöffnet. Das Ergebnis ist mysteriös.

Pietro Orlandi, Bruder der 1983 verschwundenen Emanuela Orlandi, verlässt mit seiner Anwältin Laura Sgro den Palazzo del Sant'Uffizio.
Pietro Orlandi, Bruder der 1983 verschwundenen Emanuela Orlandi, verlässt mit seiner Anwältin Laura Sgro den Palazzo del Sant'Uffizio. © Andrew Medichini/AP/dpa

Rom.  Die spektakuläre Graböffnung auf dem deutschen Friedhof im Vatikan hat die Hoffnung auf die Aufklärung eines mysteriösen Kriminalfalls zerschlagen. Die beiden Gräber auf einem deutschen Friedhof im Vatikan seien komplett leer gewesen, sagte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Donnerstag. Es seien weder die Gebeine des verschwundenen Mädchens Emanuela Orlandi, noch andere Überreste gefunden worden.

"Die Suche hat keine Ergebnisse gebracht", so Gisotti. "Es wurde keinerlei menschliche Überreste und keine Urnen gefunden." Der Vatikan hatte die Gräber öffnen lassen, um dort nach möglichen Überresten des Mädchens zu suchen. Die Tochter eines Vatikan-Hofdieners war vor 36 Jahren spurlos verschwunden. Um den Fall ranken sich seit Jahren Gerüchte und Verschwörungstheorien.

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Die beiden Gräber auf dem Campo Santo Teutonico gehören zu Sophie von Hohenlohe (gestorben 1836) und Herzogin Charlotte Friederike zu Mecklenburg (gestorben 1840). Deren Hinterbliebenen seien über das Ergebnis benachrichtigt worden, sagte Gisotti.

Die Familie Orlandi sucht seit Jahrzehnten nach einer Antwort in dem Fall. Emanuela war im Juni 1983 nach dem Besuch einer Musikschule nicht nach Hause gekommen. Emanuelas Bruder, Pietro Orlandi, sagte, er sei "erleichtert". "Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn man die Überreste von Emanuela gefunden hätte." Alle seien allerdings sehr verwundert gewesen, dass die Gräber komplett leer waren. (dpa)