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Fehlt Dynamos Kapitän im Abstiegskrimi?

Die Sorgen beim Tabellenletzten werden immer größer. Im Duell gegen den Vorletzten Wehen Wiesbaden droht nun auch noch Florian Ballas auszufallen.

Kopfbälle sind derzeit nicht das, was Florian Ballas beschwerdefrei tun kann. Dynamos Kapitän hat Probleme im Halswirbelbereich.
Kopfbälle sind derzeit nicht das, was Florian Ballas beschwerdefrei tun kann. Dynamos Kapitän hat Probleme im Halswirbelbereich. © dpa-POOL/Robert Michael

Dresden. Markus Kauczinski muss auf seinen Zettel schauen, Dynamos Trainer kann sich nicht alles merken. Die Liste der Ausfälle ist einfach zu lang - und das ausgerechnet vor dem Duell am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden. Oder anders formuliert: Der Vorletzte der 2. Bundesliga empfängt das Schlusslicht. 

Bei Justin Löwe, Baris Atik und Marco Hartmann ist die Sache noch einfach, sie  fehlen bereits seit dem Ende der Corona-Zwangspause. Hinzugekommen ist seit Mittwochabend Dzenis Burnic, der sich bei der 0:3-Niederlage am Mittwoch in Hannover einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte und in dieser Saison nicht mehr eingreifen kann.

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Komplizierter ist die Situationen beim tschechischen Mittelfeld-Duo Ondrej Petrak und Josef Husbauer. Beim 0:2 gegen den VfB Stuttgart am Pfingstsonntag hat Petrak einen Schlag aufs Knie bekommen und pausiert seitdem. "Es ist ein bisschen besser geworden, da sind wir recht zuversichtlich", erklärte Kauczinski am Freitagmittag. "Das testen wir gleich im Training." Bei Husbauer, der Schmerzen im Sprunggelenk hat, stünden die Chancen auf einen Einsatz am Samstag bei 50:50. 

Freitagabend steigt Dynamo wieder in den Flieger

Ein Neuzugang auf Kauczinskis Liste ist Florian Ballas. Der Kapitän war in Hannover in der Halbzeit in der Kabine geblieben. Eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es, um ihn vor der fünften Gelben Karte und damit einer Sperre gegen Wehen Wiesbaden zu schützen. Nun spricht der Trainer von "Problemen im Halswirbelbereich".  Man könne noch nicht abschätzen, ob er einsatzfähig sein wird. Bereits am Freitagabend fliegt Dynamo nach Hessen. Anpfiff ist am Samstag um 13 Uhr.  

Die Häufung der Verletzungen ist auffällig, dass sie eine Folge der Quarantäne und langen Trainingspause sind, vermutet Kauczinski. "Es ist nicht messbar. Allerdings wird gesagt, dass man ohne genügend Training verletzungsanfälliger ist. Wir treten den Beweis leider gerade an. Da wird es sicher einen Zusammenhang geben", meint er. "Wenn man nicht so erholt ist, einen Schritt zu spät kommt und die Bewegungen nicht so kontrolliert, kann eben eher mal was passieren." So wie bei Burnic. 

Im defensiven Mittelfeld gibt es kaum Alternativen

Sein Ausfall wiegt schwer. Sollten auch Petrak und Husbauer weiter pausieren müssen, würde das komplette Mittelfeldtrio vom Stuttgart-Spiel fehlen. Alternativen sind eher rar. Kauczinski zählt René Klingenburg, Patrick Ebert und Jannik Müller auf. In Hannover stand Müller nach überstandener Leisten-Operation das erste Mal in diesem Jahr wieder in der Startelf. "Wie hart soll ich mit ihm nach einer so langen Pause ins Gericht gehen?", fragte der Trainer.  

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"Bei dem einen oder anderen mussten wir feststellen, dass er noch nicht in der Verfassung sein kann." Eine weitere Option wäre, Jannis Nikolaou wieder ins Mittelfeld vorzuziehen, dort spielte er auch schon, bevor ihn Kauczinski als Innenverteidiger aufbot. Entscheiden wird sich der Trainer wahrscheinlich erst am Samstagvormittag.

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