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Feiern im Rathaus

Künftig gelten in Rabenau neue Gebührensätze für die Miete städtischer Räume – und das Angebot wird erweitert.

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Von Annett Heyse

Rabenau. Der Rabenauer Stadtrat hat die Satzung für die Nutzung aller Dorfgemeinschaftsräume verändert und damit auch höhere Mieten beschlossen. Bisher gab es für die Räume in Obernaundorf, Lübau, Karsdorf, am Oelsaer Waldstadion sowie im Haus des Gastes Stundensätze zwischen 12 und 15 Euro. Zukünftig gelten Tagessätze zwischen 40 und 80 Euro. Für die Trauerhalle in Oelsa werden statt bisher 88 Euro in der Stunde 150 Euro pro Tag fällig. Für ortsansässige Vereine und Parteien gelten geringere Preise – sie zahlen grundsätzlich nur zehn Euro pro Tag und Objekt.

Ganz neu auf der Liste ist der Tagungsraum im Rabenauer Rathaus. Der ehemalige Ratskeller wurde kürzlich renoviert, demnächst soll noch die Küche mit Geschirr und Spülmaschine ausgestattet werden. Die beiden Räume – Kapazitäten von 20 und 40 Personen – können dann für 150 Euro am Tag gemietet werden. Vereine und Parteien aus dem Ort zahlen 25 Euro. Grundlage für die Erhöhung ist eine Kalkulation der Betriebskosten für jedes Objekt. Diese lagen teilweise deutlich über den Einnahmen für die Räume. Die alte Satzung galt seit Anfang 2007. Dies war vom Rechnungsprüfungsamt beanstandet worden.

Ganz glücklich mit der Mieterhöhung waren trotzdem nicht alle Stadträte. Kritik kam vor allem von Rainer Steyer (Wählervereinigung Pro Rabenau). Dem Vizebürgermeister erschien vor allem die Miete von 150 Euro für den Ratskeller zu hoch. „Die Räume sind frisch gemalert, es gibt eine neue Küchenausstattung, Strom, Wasser, Heizung kosten auch – so etwas ist nun mal nicht zum Nulltarif zu haben“, entgegnete Bürgermeister Thomas Paul (CDU). Laut Kalkulation der Betriebskosten hätte die Miete sogar noch höher ausfallen müssen. Paul: „Das wollten wir nicht, der jetzige Satz ist ein vertretbares Maß.“