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Feiern mit den Celtic-Fans

RB könnte mit einem Sieg in Glasgow die K.o.-Runde der Europa League erreichen. Die Fans sorgen für einen Rekord.

© PICTURE POINT

Von Daniel Klein

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Rupprich geht in die sechste Saison 

Mit Steven Rupprich bleibt ein weiterer Stammspieler der vergangenen Jahre dem Team von Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton erhalten. 

Den Namen Issam Jebali kennt außerhalb Norwegens wahrscheinlich nur ein sehr elitärer Kreis. Bei RB Leipzig könnte es einige Mitwisser geben, dort wächst der Stürmer von Rosenborg Trondheim allmählich zu einer kleinen Berühmtheit heran. Bei der Europa-League-Partie der Rasenballer in Trondheim hatte der 26-Jährige den Ehrentreffer zum 1:3-Endstand erzielt. Für den Ausgang des Duells spielte das keine Rolle mehr, doch Jebali ist der letzte Fußballer, der gegen RB traf. Und das ist gut einen Monat her.

In den sechs Pflichtspielen danach stand bei den Leipzigern immer die Null. Das ist nicht nur eine beeindruckende Serie, sondern auch die schlüssigste Erklärung für den Aufwärtstrend. „In den vergangenen Wochen hat ein Entwicklungsprozess eingesetzt, der dazu geführt hat, dass wir Spaß am Verteidigen haben“, erklärte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. Auslöser war die peinliche Heimniederlage gegen den Schwesterklub Salzburg am 20. September, seitdem verlor RB kein einziges Spiel mehr.

„Am Anfang dieser Saison haben wir unsere Probleme der vergangenen noch ein bisschen mitgeschleppt, jetzt aber die Defensive super im Griff“, erklärte Nationalstürmer Timo Werner, der allerdings wie Yussuf Poulsen angeschlagen fehlt, wenn die Serie am Donnerstag bei Celtic Glasgow ausgebaut werden soll. Mit einem Sieg wäre Leipzig für die Runde der letzten 32 bereits qualifiziert – falls parallel Salzburg nicht überraschend in Trondheim verlieren sollte. Das Hinspiel gegen die Schotten, das mit 2:0 an RB ging, war eine einseitige Partie. Doch seitdem hat auch Celtic eine Serie gestartet, die letzten drei Partien gewonnen und dabei 13:0 Tore erzielt.

Das ist aber nicht der einzige Punkt, der für Glasgow spricht. Die Atmosphäre im 60 000 Zuschauer fassenden Celtic Park ist eine außergewöhnliche. Rangnick war vor vier Jahren, damals noch mit Salzburg, Ohrenzeuge der Sangeskünste der Fans. „Die Stimmung war grandios, sie sind leidenschaftlich darin, ihre Mannschaft zu unterstützen“, meinte er. Auch Mittelfeldspieler Kevin Kampl war schon dort: „Es ist sehr laut und emotional. Die Fans sind Wahnsinn, keiner sitzt, alle hüpfen.“

Dies wollen sich auch die RB-Anhänger nicht entgehen lassen. 2 200 und damit so viele wie noch nie bei einem Spiel im Ausland, werden in Glasgow dabei sein. Einige fliegen sogar in einer Chartermaschine.

TV-Tipp: RTL Nitro überträgt am Donnerstag ab 21 Uhr.