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Feinstaub-Alarm in Dresden und Bautzen

Die Grenzwerte wurden in den vergangenen Tagen mehrmals überschritten. Schuld daran hat ausgerechnet das schöne Winterwetter.

© dpa

Dresden / Bautzen. In Dresden sind in den vergangenen Tagen deutlich erhöhte Feinstaubwerte gemessen worden. Wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie informiert, wurden an drei Tagen an allen Dresdner Messstationen die Grenzwerte überschritten. Die Station in Dresden Nord zeigte sogar an vier aufeinanderfolgenden Tagen überhöhte Werte an. In Bautzen waren die Grenzwerte an zwei Tagen überschritten worden. Laut Informationen der Behörde stecken dahinter einerseits die Wetterlage – aber auch Luftschadstoffe, die der Wind nach Sachsen geweht hat. Nach einem vorläufigen Höhepunkt am Freitag waren die Feinstaubwerte über das Wochenende allerdings schon wieder kontinuierlich zurückgegangenen.

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In Verbindung mit dem schönen Winterwetter hätten die Abgase vom Straßenverkehr, Heizungen und Industrie beinah überall in Sachsen die Feinstaubkonzentration in die Höhe getrieben. Der höchste Wert wurde in Görlitz mit 96 Mikogramm pro Kubikmeter gemessen. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm. In Dresden war an der Station Schlesischer Platz am Bahnhof Neustadt am Donnerstag der höchste Wert aufgetreten. Er lag bei 78 Mikrogramm. In Bautzen lag er an der Station an der Stieberstraße am Freitag bei 56 Mikrogramm.

Die Regeln der Europäischen Union sehen vor, dass die Feinstaubgrenze an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden dürfen. Andernfalls müssen die Behörden handeln. Denkbar sind beispielsweise Fahrverbote für Laster, aber auch die Einführung einer Umweltzone, wie es sie etwa bereits in Leipzig gibt. In diesen Zonen dürfen Autos ohne die grüne Plakette nicht mehr fahren. Das betrifft dann beispielsweise auch viele Dieselfahrzeuge. In Bautzen hatte es im vergangenen Jahr insgesamt 13 Tage gegeben, an denen der Grenzwert überschritten worden war. In Dresden wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an 19 Tagen überschritten. Dresden hat 2017 einen neuen Luftreinhaltplan vorgestellt. In dem Papier geht es vor allem um die Begrenzung des Autoverkehrs. So soll unter anderem auf der Bautzner Straße Tempo 30 gelten, womit die Stadt allein zehn Prozent des Stickoxid-Ausstoßes senken will. (SZ/sko, SZ/td)